Am Beispiel der „Intensivtäter“ und der Delinquenz junger Menschen mit Migrationshintergrund wird untersucht, in welchem Maße verbreitete Besorgnisse berechtigt sind, ob sich daraus gesetzgeberischer oder sonstiger Handlungsbedarf ergibt und welche Handlungsmöglichkeiten, mit welchen Erfolgsaussichten, bestehen.
Ein die Einzelthemen übergreifender eigener Block behandelt die Rolle der Kriminologie und empirischer Erkenntnisse für die aktuellen jugendkriminalpolitischen Diskussionen. Als weitere aktuelle Herausforderung des Jugendkriminalrechts – keineswegs nur im Hinblick auf den „neuen“ §36a SGB VIII – und als mögliches Feld zur Optimierung des Umgangs mit Jugenddelinquenz und delinquenten jungen Menschen befasst sich das Symposium schließlich mit dem Zusammenwirken von Jugendhilfe und Justiz und diesbezüglichem Handlungsbedarf und -möglichkeiten.
Das Symposium wird mit hochkarätigen Referenten und Moderatoren aus der ganzen Bundesrepublik besetzt sein - es treffen sich gleichsam die deutschen Kriminologen und Jugendstrafrechtler.
 |
Programmablauf:
Dienstag, 09. September 2008
bis 14.30 Uhr Anreise und Check-In
14.30 Uhr Begrüßung
- Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries
- Rektor der Friedrich- Schiller- Universität Prof. Dr. Klaus Dicke
- Oberbürgermeisters der Stadt Jena Dr. Albrecht Schröter
15.30 Uhr Einführung durch Prof. Dr. Frank Neubacher, Jena
ab 15.50 Uhr Vorträge zum Thema: "Aktuelle Entwicklungen im Jugendkriminalrecht"
"Neue Punitivität in der Jugendkriminalpolitik?"
Prof. Dr. Heinz Schöch, München
"Zunehmende Punitivität in der Praxis des Jugendkriminalrechts?"
Prof. Dr. Wolfgang Heinz, Konstanz
Aussprache / Diskussion,
Moderation: Prof. Dr. Franz Streng, Erlangen-Nürnberg
19.30 Uhr Empfang des Bundesministeriums der Justiz im Rathaus der Stadt Jena
Mittwoch, 10. September 2008
ab 09.00 Uhr Vorträge zum Thema "Junge 'Intensiv'- und Mehrfachtäter"
"Junge Intensiv- und Mehrfachtäter – eine „neue“ Herausforderung? Überblick, über kriminologische Befunde zu intensiv und dauerhaft auffälligen jungen Menschen"
Dr. Wiebke Steffen, München
"Kontinuität und Abbruch – Delinquenzverläufe bei Intensivtätern"
Prof. Dr. Klaus Boers, Münster
Aussprache / Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Dieter Rössner, Marburg
11.30 Uhr "Erziehung sinnlos? – Zum sozialpädagogischen Umgang mit jungen Mehrfachauffälligen"
Prof. Dr. Michael Winkler, Jena
Aussprache / Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Dieter Rössner, Marburg
12.45 Uhr Mittagspause
ab 14.30 Uhr Vorträge zum Thema "Kriminalität junger Menschen mit Migrationshintergrund"
"Kriminalität bei jungen Migranten (insbesondere Spätaussiedlern) und Präventionsansätze"
Prof. Dr. Britta Bannenberg, Gießen
"Riskante Bedingungen des Aufwachsens: Erhöhte Gewaltanfälligkeit junger Migranten?"
PD Dr. phil. habil. Haci-Halil Uslucan, Magdeburg/Potsdam
Aussprache / Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Peter Wetzels, Hamburg
17.00 Uhr "Straffällige männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund – eine pädagogische Herausforderung"
Bernd Holthusen (DJI), München
Aussprache / Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Peter Wetzels, Hamburg
Donnerstag, 11. September 2008
ab 09.00 Uhr Vorträge zum Thema "Rolle der Kriminologie und internationaler Standards"
"Kriminalpolitik in der Mediengesellschaft: Was kann die Kriminologie ausrichten?"
Prof. Dr. Michael Walter, Köln
"Prävention von Kinder- und Jugendkriminalität: Aktuelle Probleme und Ergebnisse der internationalen Evaluationsforschung"
Prof. Dr. Andreas Beelmann, Jena
Aussprache / Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht, Freiburg
11.30 Uhr: "Internationale Menschenrechtsstandards zum Jugendkriminalrecht – Quellen, Inhalte, Relevanz"
Prof. Dr. Frank Neubacher, Jena
Aussprache / Diskussion
Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht, Freiburg
12.45 Uhr Mittagspause
ab 13.45 Uhr Vorträge zum Thema "Zusammenwirken von Jugendhilfe und Justiz"
"Jugendhilfe und Justiz – Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation aus der Sicht der Jugendhilfe"
Prof. Dr. Reinhard Wiesner, Berlin
"Zunehmende Hemmnisse einer wirkungsvollen Kooperation von Jugendhilfe und Justiz in der Rechtswirklichkeit"
Prof. Dr. Heribert Ostendorf, Kiel
Aussprache / Diskussion
Prof. Dr. Bernd-Dieter Meier, Hannover
15.45 Uhr Schlussbetrachtung durch Dr. Michael Gebauer, Berlin
Ansprechpartner
Prof. Dr. Frank Neubacher M.A.
Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie
Friedrich-Schiller-Universität | Carl-Zeiß-Straße 3 | 07737 Jena
Tel. (03641) 94 23 00 (01) | Fax (03641) 94 23 02
http://www.450.uni-jena.de/Symposium_zum_Jugendkriminalrecht.html
Organisatorische Hinweise
1. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.
2. Anmeldungen bitte per E-Mail an p.richter@recht.uni-jena.de oder eckervogt-ma@bmj.bund.de
per Telefon unter +49 (0)3641 942300 (Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr) oder +49 (0)30 18580-9276
per Fax an +49 (0)3641 942302
Es wird gebeten, die Teilnahme an dem für den Dienstagabend geplanten Empfang anzugeben!
3. Unterkünfte
Unterkünfte können erfragt werden bei der
Jena Tourist-Information
Johannisstraße 23
07743 Jena
Tel. +49 (0)3641 49-8050
Fax +49 (0)3641 49-8055
E-Mail: tourist-info@jena.de
www.jena.de/sixcms/detail.php?id=6158&_nav_id1=35140&_lang=de
Bei folgenden Hotels waren Zimmerkontingente vorgemerkt, auf die nicht mehr zugegriffen werden kann. Evtl. können dort aber noch Zimmer gebucht werden ("Symposium Jugendkriminalrecht 2008"):
Steigenberger Esplanade
Carl-Zeiss-Platz 4
07743 Jena
Deutschland
Telefon +49 (0)3641 800-0
Telefax +49 (0)3641 800-150
jena@steigenberger.de
http://www.jena.steigenberger.de/
Hotel Schwarzer Bär Jena
Lutherplatz 2
07743 Jena
Telefon: +49 (0)3641 406-0
Telefax: +49 (0)3641 406113
hotel@schwarzer-baer-jena.de
www.schwarzer-baer-jena.de
Hotel Ibis Jena
Teichgraben 1
07743 Jena
Tel : +49 (0)3641 8130
Fax : +49 (0)3641 813333
http://www.ibishotel.com/ibis/fichehotel/de/ibi/2207/fiche_hotel.shtml
4. Veranstaltungsort
Das Symposium findet in der Aula im Erdgeschoss des Universitätshauptgebäudes der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 1, 07743, statt. Nähere Hinweise finden Sie im Internet unter http://www.uni-jena.de/lageplan.html.
5. Tagungsbüro
Tagungsbüro ist das Sekretariat des Lehrstuhls für Strafrecht und Kriminologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena, Raum 2.90, Telefon: +49 (0)3641 942300.
Am Anreisetag finden Sie das Tagungsbüro direkt am Veranstaltungsort (Universitätshauptgebäude). Dort erhalten Sie Ihr Namensschild, evtl. ergänzende Veranstaltungsunterlagen und Marken für das Mittagessen in der Mensa.
Letzte Änderung dieser Seite: 19.08.2008
|