Dabei geht es um Einführungskurse für neu eingetroffene Einwanderer und anerkannte Flüchtlinge, Bürgerbeteiligung und Integrationsindikatoren. Die Publikation richtet sich vor allem an Politiker und Fachleute auf lokaler, regionaler, nationaler und übernationaler Ebene.
"Nach Luxemburg und Österreich hat Deutschland unter den EU-Mitgliedstaaten den dritthöchsten Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung", erläuterte Dr. Gerhard Sabathil, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. "Von den Erfahrungen anderer Länder zu lernen, aber auch deutsche Erfahrungen weiterzugeben, ist daher von ganz besonderer Bedeutung", erklärte Sabathil weiter.
Das Handbuch kann von der Webseite der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland heruntergeladen werden:
http://europa.eu.int/germany/pdf/integrationshandbuch.pdf"
Die Druckfassung der Broschüre kann über folgende e-mail-Anschrift
bestellt werden: eu-de-kommission@cec.eu.int. Sie wird voraussichtlich im August 2005 zur Verfügung stehen
Dieses europäische Integrationshandbuch ist das erste seiner Art. Neben einem Katalog bewährter Verfahren enthält es Empfehlungen und allgemeine Grundsätze, veranschaulicht durch konkrete Beispiele Maßnahmen oder Projekte staatlicher und nichtstaatlicher Stellen, die auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene durchgeführt wurden.
Der Anhang bietet eine Kurzbeschreibung der sieben Schritte, die bei der Konzipierung und Durchführung von Integrationsprogrammen zu durchlaufen sind. Durch sie soll die Umsetzung der übergreifenden politischen Ziele in Integrationsprogramme unterstützt werden. Die sieben Schritte können als Rubriken für Ziele und Leistungsindikatoren dienen und Kapitel im Tätigkeitsbericht des Programms darstellen.
Die englischsprachige Originalfassung der Broschüre war von der Europäischen Kommission im vergangenen November der EU-Ministerkonferenz zur Integrationspolitik im niederländischen Groningen vorgestellt worden. Sie wurde von unabhängigen Sachverständigen in enger Zusammenarbeit mit den von der Europäischen Kommission eingerichteten nationalen Kontaktstellen für Integrationsfragen erstellt.
Die Publikation dient zur Verbesserung der Zusammenarbeit in Integrationsfragen auf EU-Ebene durch den erleichterten Erfahrungs- und Informationsaustausch. Sie richtet sich an kommunale, regionale, nationale und auf EU-Ebene tätige Entscheidungsträger und Praktiker.
Die Weiterentwicklung und Aktualisierung der Publikation ist geplant. Zusätzliche Themen, die andere Politikfelder abdecken, werden später veröffentlicht. Die zweite Auflage wird voraussichtlich 2006 erscheinen.
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