DVJJ jetzt auch in Rheinland-Pfalz aktiv
Fachgruppe zum Jugendstrafrecht gründet sich

Straftaten verhüten, die Kriminalprävention weiter entwickeln, die Kooperation mit Jugendhilfen und Gerichten ausbauen - dies alles sind Ziele der Landesgruppe Rheinland-Pfalz in der DVJJ, die sich am Mittwoch, 10. Januar, in Mainz konstituiert.
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Kann offener Vollzug die hohe Rückfallquote (80%) des Jugendstrafvollzugs verbessern? Wird es weiterhin den Täter-Opfer-Ausgleich geben? Welche erzieherischen Maßnahmen der Jugendhilfe eignen sich für straffällige Jugendliche? Was taugen die sog. Schülergerichte?
Diesen und ähnlichen aktuellen Fragen wird die Landesgruppe Rheinland-Pfalz der DVJJ nachgehen, die sich am Mittwoch, 10. Januar 2007, in Mainz gründet. Auch Justizminister Heinz Georg Bamberger hat sein Kommen angekündigt und wird ein Grußwort sprechen.
„Anlass, sich mit aktuellen Fragen des Jugendstrafrechts auseinandersetzen, gibt es genug: So muss Rheinland-Pfalz ein Jugendstrafvollzugsgesetz erarbeiten; um Straftaten zu verhüten, muss die Kriminalprävention weiter entwickelt werden; und auch die Beteiligung der Jugendhilfe und die reibungslose Kooperation mit den Gerichten ist uns wichtig.“ sagt der 55-jährige Kriminalhauptkommissar Ulrich Roeder, der auch Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Polizei in der DVJJ ist.
Die Gründungsveranstaltung findet am Mittwoch, 10.01., um 16:30 Uhr in der Katholischen Fachhochschule Mainz (Saarstraße 3, Raum 1.010) statt. Nach der Begrüßung durch Roeder und einem Grußwort von Justizminister Bamberger hält der Vorsitzende der DVJJ, Professor Bernd-Rüdeger Sonnen, einen Festvortrag zum Thema: Der Jugendstrafvollzug im Kontinuum öffentlicher Betreuung: Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, den aktuellen Gesetzentwürfen und dem Zusammenwirken von Justiz, Vollzug und Jugendhilfe. Im Anschluss wird sich die Landesgruppe konstituieren und ihr Arbeitsprogramm bestimmen.
Mitglieder der DVJJ, Kolleginnen und Kollegen aus Justiz, Jugendhilfe, Wissenschaft, Polizei und Vollzug sowie sonstig Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
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