Initiative für eine "Optimierung der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken in Bund und Ländern" von Prof. em. Dr. Wolfgang Heinz, Universität Konstanz und Seniorprof. Dr. Hans-Jürgen Kerner, Eberhard Karls Universität Tübingen

15. November 2017

Prof. em. Dr. Wolfgang Heinz, Universität Konstanz und Seniorprof. Dr. Hans-Jürgen Kerner, Eberhard Karls Universität Tübingen haben eine Initiative für eine "Optimierung der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken in Bund und Ländern" in's Leben gerufen und sammeln Unterschriften zur Unterstützung eines ausgearbeiteten Vorschlags, der an die absehbaren Koalitionsparteien sowie weitere Institutionen weitergeleitet werden soll.

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Aufruf zur Beteiligung an einem Vorschlag an die Parteien zu einer Koalitionsvereinbarung mit dem Ziel der „Optimierung der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken in Bund und Ländern“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Herr Kollege Wolfgang Heinz und ich sind der auf langjährige Erfahrung gegründeten Ansicht,

1) dass es dringlich an der Zeit und auch datentechnisch aktuell leichter als je zuvor möglich ist, in Deutschland die Informationen der Polizeilichen Kriminalstatistik und der (Straf-)Rechtspflegestatistiken dergestalt zu optimieren, dass deren Ergebnisse miteinander optimal vergleichbar und aufeinander beziehbar werden, vor allem durch Annäherung oder im besten Fall Vereinheitlichung

  • der Erhebungseinheiten und der Erhebungsmerkmale,
  • der Erhebungs- und Aufbereitungskonzepte und
  • der Zählweisen;

2) dass auch in Deutschland konkrete Vorarbeiten bzw. erste Schritte für Modellversuche zu einer Verlaufsstatistik unternommen werden müssen, die eng an europäische und internationale Entwicklungen anknüpfen;

3) dass die Periodischen Sicherheitsberichte, die nach ersten Versuchen 2001 und 2006 aus unerfindlichen Gründen eingestellt wurden, wieder aufgenommen und vor allem auf gesetzlicher Grundlage als Berichte der Bundesregierung als solcher mit Vorlage an den Bundestag und den Bundesrat nachhaltig verstetigt werden, wie dies in anderen Bereichen der Politik seit jeher der Fall ist, exemplarisch verdeutlicht an den Jugendberichten der Bundesregierung.

Daher haben wir einen Vorschlag an die nunmehr absehbaren Parteien einer Koalition für die 19. Wahlperiode ausgearbeitet.

Wir wollen diesen Vorschlag zu einer Optimierung der Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken möglichst bald an die Vorstände/Präsidien der beteiligten Parteien richten.

Wir denken, dass es in verschiedener Hinsicht sinnvoll ist, darüber hinaus eine Reihe von Institutionen parallel dazu oder auch in passendem Abstand nachrichtlich zu informieren. Dazu gehören nach unserer Einschätzung, (in der derzeitigen Fassung bzw. Umschreibung vorgestellt):

  • die Ausschüsse des Bundestages
  • für Recht und Verbraucherschutz,
  • für Inneres,
  • für Finanzen,
  • für Haushalt,
  • für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
  • für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung,
  • für die Europäische Union;
  • der Bundesrat;
  • das Statistische Bundesamt;
  • das Bundeskriminalamt;
  • die Landesämter für Statistik;
  • die Landeskriminalämter;
  • die Bundesministerien des Inneren, der Justiz, und für Familie und Jugend;
  • die Landesministerien des Inneren;
  • die Landesministerien der Justiz.

Wir bitten Sie herzlich, sich dieser Initiative anzuschließen, indem Sie dem Aufruf persönlich beitreten. Weiter unten finden Sie ein vorbereitetes Muster mit Feldern zu notwendigen und optionalen Angaben. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns Ihre Zustimmung möglichst bald zusenden könnten. Wir werden dann eine alphabetische Liste erstellen und diese am Ende des Vorschlags-Textes anfügen.

Wenn Sie – wie wir – denken, dass es zusätzlich guten Sinn machen wird, auch Vereinigungen oder Gesellschaften als solche direkt mit einzubeziehen oder eigene Vorschläge unterbreiten zu lassen, und Einfluss auf die dortige Meinungsbildung haben, regen wir entsprechende Initiativen an.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Wolfgang Heinz und Hans-Jürgen Kerner

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[[Rückantwort]] Formblatt (bitte mailen an hans-juergen [dot] kerner [edd] uni-tuebingen [dot] de)

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Letzte Änderung dieser Seite: 
15.11.2017

Förderer

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend