Entwicklung junger Männer in Strafhaft: Zwischen Anpassung und Widerstand

1. Januar 2003

Der Zweck und damit die Legitimation einer Jugendstrafe ist es (noch), Jugendliche und Heranwachsende zu sozial verantwortlich handelnden Personen zu erziehen (OSTENDORF, 2000). Konsequenterweise ist sie ausdrücklich "so zu bemessen [...], dass die erforderliche erzieherische Einwirkung möglich ist" (§ 18 JGG; siehe auch § 91). Man kann die Jugendstrafe damit, wie die anderen Sanktionen des Jugendstrafrechts auch, als Entwicklungsintervention beschreiben (GREVE, 2001). Daher wirft nicht nur die praktische Ausgestaltung der aktuellen Realität im Jugendstrafvollzug, sondern schon unmittelbar ihre Rechtfertigung die Frage nach den Wirkungen und Nebenwirkungen einer Strafhaft auf.

Autor/in
Daniela Hosser, Werner Greve

Kann Strafe ein Bestandteil oder wenigstens ein produktiver Rahmen für Erziehung sein? Sind die Sozialisationsbedingungen einer restriktiven Institution mit knappen Ressourcen der geeignete Rahmen für die Entwicklungsförderung vielfach benachteiligter Jugendlicher und Heranwachsender? Welche kurz- und langfristigen Entwicklungsfolgen hat die Jugendstrafe und der Modus ihrer Realisierung für das Leben von Verurteilten? Wie verändern sich junge Menschen während der Haft und durch die Haft?

Abseits ideologischer Thesen, praktischer Erfahrungen und individueller Eindrücke gibt es jedoch kaum empirisch gesichertes Wissen darüber, wie sich eine Haftstrafe auf die Entwicklung und das Leben von Verurteilten während der Haft und nach der Entlassung auswirkt (GREVE & HOSSER, 1998). Auch die immerhin etwas zahlreicher vorliegenden Studien zur Legalbewährung gehen, selbst wenn sie methodisch anspruchsvoll und differenziert sind (exemplarisch: KERNER, DOLDE & MEY, 1996), nur ausnahmsweise auf die Entwicklungseffekte einer Jugendstrafe ein. Die vorliegenden Forschungsbefunde aus dem angloamerikanischen Raum lassen sich nur eingeschränkt auf andere sozio-kulturelle Kontexte und Vollzugssysteme generalisieren. Das Defizit an deutschen Entwicklungsstudien lässt sich dabei gewiss nicht nur darauf zurückführen, dass das öffentliche Interesse kaum über die Identifizierung von Prädiktoren der Rückfälligkeit hinausgeht. Tatsächlich sind die methodischen Anforderungen hoch, die eine Untersuchung dieser Fragen nach sich zieht (GREVE, HOSSER & PFEIFFER, 1997). So ist beispielsweise die Gefahr, aufgrund momentaner Gegebenheiten zu Fehleinschätzungen im Hinblick auf Veränderungsbedingungen und Entwicklungsverläufe zu kommen, im Bereich der Jugendstrafe besonders groß, weil sich hier mitunter sehr kurzfristig die sozialen und rechtlichen Bedingungen des Strafvollzugs verändern können.

Querschnittsstudien, die immer noch die überwiegende Mehrheit der vorliegenden auch internationalen Untersuchungen ausmachen, können dieser Einschränkung aber kaum entgehen. Zudem sind Querschnittsstudien (mit Stichtagsrekrutierung) aufgrund mehrerer Umstände in aller Regel höchst selektiv, nicht zuletzt dadurch, dass Längerstrafige mit höherer Wahrscheinlichkeit angetroffen werden als Kürzerstrafige (ausführlicher dazu Enzmann & Greve, 2001). Dies macht aufwendigere Längsschnitt- und Kohortensequenz-Designs erforderlich (Greve, Hosser & Pfeiffer, 1997). Die Erfassung von Veränderungen z.B. in aggressives Verhalten, in Bezug auf normative Orientierungen oder soziale Kompetenzen setzt überdies zwangsläufig längere Beobachtungszeiträume voraus. Andererseits erfordert die Erfassung von Veränderungen beispielsweise von affektiven Reaktionen dichte und zeitnahe Beobachtungen, da psychische Befindlichkeiten stark abhängig vom jeweiligen situativen und interaktiven Kontext sind und sich mitunter rasch und drastisch verändern.

Jedoch sind auch größere Mühen kein Grund, entsprechende Untersuchungen zu unterlassen. Wenn derzeit wieder über Reformen des Jugendstrafrechts diskutiert wird (es ist Thema der strafrechtlichen Abteilung des diesjährigen Juristentags; zur Diskussion vgl. SONNEN, 2001), dann sollten Entscheidungen nicht getroffen werden, ohne empirisch gesättigte Kenntnisse über tatsächliche Wirkungen der Sanktionen (und Sanktionsalternativen) im Jugendstraf- und Jugendhilfebereich. Die im Folgenden dargestellten ersten Befunde eines umfangreichen Längsschnittprojektes, dass das Kriminologische Forschungsinstitut seit einigen Jahren durchführt, sollten hierzu als ein Anfang aufgefasst werden.

1. Das Projekt "Gefängnis und die Folgen"

Das Längsschnittprojekt "Gefängnis und die Folgen1 (GREVE, HOSSER & PFEIFFER, 1997) untersucht den Einfluss einer Jugendstrafe nicht nur auf das künftige (kriminelle) Handeln, sondern auch auf die weitere Entwicklung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ein zentrales Forschungsanliegen bezieht sich auf die Untersuchung der psychischen und sozialen Veränderung von Personen in der Strafhaft. Der methodische Erhebungsansatz sieht vor, dass Jugendliche und Heranwachsende verschiedener Verurteilungsjahrgänge zu Beginn ihrer Haftstrafe, im ersten Drittel, kurz vor und nach dem Ende sowie danach in regelmäßigen Abständen wiederholt befragt werden. Um die Effekte spezifischer Haftbedingungen und Strafanstaltskulturen kontrollieren zu können, wurden fünf unterschiedliche Haftanstalten in Norddeutschland in die Untersuchung einbezogen. Die Untersuchung beschränkt sich auf erstmalig verurteilte Personen, um die Folgen einer Strafhaft relativ unbeeinflusst von den Erfahrungen aus vorangegangenen Hafterfahrungen prüfen zu können. Weitere Stichprobenkriterien waren die deutsche Staatsbürgerschaft und ausreichende deutsche Sprachkenntnisse sowie ein vorgegebener Altersbereich von 14 bis 24 Jahren. Die Inhaftierten wurden anhand eines standardisierten Fragebogens im Rahmen von face-to-face Interviews mit einer Dauer von etwa 90 Minuten befragt. Die finanziell honorierte Teilnahme erfolgte freiwillig und anonym. Insgesamt wurden 2037 inhaftierte Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene während einer insgesamt vierjährigen Feldphase (1/1998 bis 12/2001) zum Inhaftierungsbeginn befragt. Erfasst wurden dabei eine Vielzahl von Variablen unter anderem Selbstangaben zu soziodemographischen Faktoren, zur psychischen Befindlichkeit, Gesundheit, zu Persönlichkeitsmerkmalen, sozialen Beziehungen, Haft- und Entlassungsbedingungen (ausführlicher dazu HOSSER & GREVE, 1999). Die Teilnahmequote fiel mit 88% beim Erstinterview aufgrund der großen Unterstützung und eines erheblichen Engagements der Kooperationspartnerinnen und -partner in den beteiligten Strafanstalten2 ungewöhnlich hoch aus (vgl. ENZMANN & GREVE, 2001). Zum Entlassungszeitpunkt konnten bislang 460 Interviews durchgeführt werden; etwa 25% der erstbefragten Teilnehmer verbüßen zur Zeit noch ihre erste Haftstrafe.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten war zum Zeitpunkt der Inhaftierung zwischen 18 und 21 Jahre alt, das Durchschnittsalter betrug 20 Jahre. Minderjährige stellten lediglich einen Anteil von 17% der Gefangenen, Heranwachsende sind demgegenüber mit 49% und Erwachsenen mit 34% in der Stichprobe vertreten. Laut den Angaben der Befragten liegt die durchschnittliche Dauer der (erwarteten) Haftstrafe in der Gesamtstichprobe bei knapp zwei Jahren, eine Haftstrafe über drei Jahre haben nur 12% der Gefangenen zu verbüßen. Wird das juristisch schwerwiegendste Delikt zum Maßstab genommen, wobei hier die Selbstberichte der Inhaftierten zu Grunde gelegt wurden,3 ist der größte Teil der Inhaftierten aufgrund von Gewaltdelikten zu einer Haftstrafe verurteilt worden, davon 33% aufgrund leichter Gewaltdelikte gegen Personen und 18% aufgrund schwerer Gewaltdelikte (schwere Körperverletzung, sexuelle Gewalt, Mord und Totschlag).4 Aufgrund von Aneignungsdelikten, Autodiebstahl ausgenommen, wurden 34% der Inhaftierten verurteilt. Erwartungsgemäß hat die überwiegende Mehrheit der Inhaftierten zuvor bereits Erfahrungen mit anderen Sanktionsmaßnahmen gemacht. Immerhin 72% der Befragten hatten zuvor bereits eine Bewährungsstrafe erhalten, 67% waren in Untersuchungshaft und 42% waren schon einmal zu einer Arreststrafe verurteilt worden.

Der sozioöknomische Status (ISEI; nach GANZEBOOM) der Befragten liegt im Durchschnitt deutlich unter dem der Allgemeinbevölkerung (ENZMANN & GREVE, 2001). Bezüglich der Schulausbildung haben 18,1% die Sonderschule, 67,4% die Hauptschule, 12,7% die Realschule, 0,5% das Gymnasium und 1,4% sonstige Schulformen besucht. Dabei haben 51,9% ihre Schulausbildung vorzeitig abgebrochen. Korres-pondierend hiermit haben 44,2% keine berufliche Ausbildung begonnen, 50,3% haben eine berufliche Lehre angefangen und 5,5% eine beruflich-schulische Ausbildung begonnen. Immerhin 85,8% der Befragten gaben an, bereits mindestens einmal eine Berufsausbildung abgebrochen zu haben. Direkt vor der Inhaftierung arbeitslos waren 76,8% derjenigen Teilnehmer, die nicht gerade an einer schulischen- und/oder beruflichen Ausbildung teilnahmen. Dieses Befundmuster, das dem Bild aus anderen Studien weitgehend entspricht (z.B. KERNER, DOLDE & MEY, 1996), unterstreicht, dass Jugendstrafe weiterhin sozial selektiv angewendet wird; die Frage, inwieweit dies eine soziale Selektivität der Delinquenz oder der Sanktion widerspiegelt, kann mit den vorliegenden Daten natürlich nicht entschieden werden. Immerhin bestätigt sich, dass im Jugendstrafvollzug weiterhin vor allem sozial vielfach benachteiligte junge Männer die Klientel bestimmen. Dies wird für die (im Projekt nicht einbezogenen) nicht-deutschen Ethnien nicht weniger zutreffen, schon deswegen weil hier vor allem sozial benachteiligte Personen die Hauptgruppe der Delinquenten stellen (WETZELS et al., 2001). Es ist nicht immer erkennbar, dass im Vollzug darauf mit Konzepten geantwortet wird, die über die äußerlichen Aspekte dieser Benachteiligung (insbesondere Ausbildung) hinausreichen.

2. Psychische Belastungen im Haftverlauf

Verschiedene Autoren haben darauf hingewiesen, dass die mit der Haft verbundenen Belastungen als auslösender und verstärkender Faktor psychischer Störungen dienen können, die langfristige, weit über die Haftdauer hinausreichende Folgen für das Leben der (ehemals) Inhaftierten haben können (zusammenfassend HOSSER & GREVE, 2002). Inzwischen gilt es auch als unstrittig, dass Gefangene ein erhöhtes Risiko psychischer Störungen aufweisen (ZAMBLE & PORPORINO, 1988), wobei jedoch unklar bleibt, inwieweit dies als eine direkte Folge der Belastungen durch die Haft anzusehen ist oder unabhängig von der Haft als Zeichen für die generelle psychische Vorbelastung kriminell auffälliger Personen zu interpretieren ist. Im Jugendstrafvollzug wird von BIGGAM und POWER (1997) aufgrund ihrer Untersuchung ein Anteil von 12% der Inhaftierten als schwer depressiv und 14% als moderat depressiv eingeschätzt. Insgesamt 47% werden von den Autoren als klinisch auffällig bezeichnet, wobei auch hier die Übertragbarkeit der Befunde dieser schottischen Untersuchung auf den deutschen Strafvollzug kritisch zu betrachten ist. Auch wenn man derartige Schätzungen kaum zum Nennwert nehmen kann, zumal die Zahlen zwischen verschiedenen Studien stark differieren, ist ein Problem unbestreitbar. Nicht nur im Hinblick auf das Anliegen eines humanen Strafvollzuges, sondern auch deshalb, da die Fähigkeit, die Belastungen durch die Haft mental zu bewältigen, entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der institutionellen Behandlung haben dürfte, sind die psychischen Folgen der Haft ein kritischer Punkt der Strafwirkungsforschung. Eine hohe psychische Belastung wirkt Lernerfolgen entgegen und vermindert die Veränderungsbereitschaft und Handlungsfähigkeit, ebenso kann sie Gewaltausübung unter den Inhaftierten Vorschub leisten (WOOLDREDGE, 1999).

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die psychische Belastung der Inhaftierten in Abhängigkeit vom Haftzeitpunkt variiert. Relativ gut dokumentiert ist, dass gerade zu Beginn einer Haftstrafe viele vor allem erstmalig Inhaftierte einen "Inhaftierungsschock" erleiden (BERESWILL, 2001; KONRAD, 2001). Die radikale Veränderung der Lebensumstände, der Verlust an Freiheit und Autonomie stellen für viele eine massive Belastung dar, die zu Depressivität und Angstsymptomen bis hin zu selbstschädigendem Verhalten führen kann. Einige Untersuchungen deuten jedoch auch daraufhin, dass es den meisten Inhaftierten nach einiger Zeit recht erfolgreich gelingt, sich an die Bedingungen in Haft anzupassen. Mit steigender Haftzeit wird das Leben im Vollzug weniger belastend und angstauslösend erlebt, wobei gerade bei längerstrafigen Inhaftierten zum Entlassungszeitpunkt, angesichts unsicherer Zukunftsperspektiven, wieder mit einer erhöhten Belastung gerechnet werden kann. Untersuchungsergebnisse sind daher auch in Hinblick auf den gewählten Untersuchungszeitpunkt zu relativieren.

Die uns vorliegenden Längsschnittdaten zeigen, dass in der Tat die ersten Haftwochen von vielen Gefangenen als gravierende psychische Belastung, als echte Krisensituation erlebt werden. Anhand des in der Untersuchung eingesetzten Screening-Instruments (ADS-K, HAUTZÍNGER & BAILER, 1993) sind nach ca. vier Haftwochen insgesamt 46% der Stichprobe als depressiv auffällig und behandlungsbedürftig zu bezeichnen. Es zeigt sich aber auch, dass relativ bald, nach 12 bis 16 Haftwochen bereits eine Adaptation an das Leben in Haft stattfindet. Jedoch weisen immerhin noch 27,5% der Befragten zu diesem Zeitpunkt auffällige Werte auf, der Mittelwert der Stichprobe liegt noch signifikant höher als in der altersentsprechenden, männlichen Normalbevölkerung. Zum Zeitpunkt der Entlassung allerdings unterscheiden sich die Inhaftierten hinsichtlich der Depressivität nicht mehr von der Allgemeinbevölkerung, wobei eine von den Inhaftierten selbst positiv bewertete Entlassungsvorbereitung und eine positive Bewertung der eigenen Zukunftsperspektive weiter dazu beiträgt, die psychische Belastung der Inhaftierten zum Ende der Haft zu reduzieren.5 Dieses typische Verlaufsmuster, dass sich am Beispiel der Depressivität besonders ausgeprägt findet, zeigt sich in ähnlicher, wenn auch abgeschwächter Form auch im Hinblick auf verschiedene andere Befindlichkeitsindikatoren wie das Angsterleben, negative Emotionalität und psychosomatische Störungen. Dauerhafte psychische Beeinträchtigungen und Schädigungen als Folge einer Haftstrafe lassen sich somit für den überwiegenden Teil der Inhaftierten im Jugendstrafvollzug nach den bislang vorliegenden Befunden des Längsschnittes nicht belegen.

Eine solche rein deskriptive Betrachtung von Entwicklungsverläufen im Hinblick auf einzelne Aspekte des psychischen Befindens berücksichtigt die Rolle moderierender individueller, sozialer und vollzuglicher Faktoren jedoch nur unzureichend. So findet sich beispielsweise, dass die Veränderung des psychischen Befindens in der Haft wesentlich von der Verfügbarkeit individueller Bewältigungsressourcen abhängt: Personen mit hoher kognitiver Flexibilität gelingt es selbst die ersten Haftwochen ohne große Beeinträchtigungen ihres Befindens, insbesondere ihres Selbstwertempfindens zu überstehen und sich rasch an die Haftsituation anzupassen (GREVE, ENZMANN & HOSSER, 2001; GREVE & HOSSER, 2002). Die Identifikation solcher moderierender Faktoren von Entwicklungsverläufen ist dabei notwendige und dringliche Aufgabe künftiger Forschungsarbeiten, wenn die Konsequenzen der Haft in ihrer gesamten Tragweite auch für verschiedene Gruppen von Personen und über unterschiedliche Haftbedingungen hinweg angemessen differenziert beurteilt werden sollen. Bis dahin lässt sich nicht ausschließen, dass für spezifische Gruppen von vulnerablen Personen die psychischen Folgen einer Haftstrafe auch zu dauerhaften Einschränkungen führen können.

3. Normative Orientierungen im Haftverlauf

Eine der zentralen Fragen an die Institution des Jugendstrafvollzugs überhaupt betrifft das Problem, ob durch den symbolischen und faktischen Ausschluss aus der Gesellschaft eine Akzeptanz oder sogar Internalisierung ihrer Normen und Regeln überhaupt zu erreichen ist. Die Vermutung liegt nahe, dass die vorgegebenen Regeln des Zusammenlebens im Vollzug aufgrund drohender Sanktionen von den Inhaftierten zwar weitgehend beherzigt, jedoch kaum in die eigenen Überzeugungen integriert werden. Kritiker des Vollzuges unterstellen, dass der Vollzug bestenfalls keinen Einfluss auf die Werte und Verhaltensmuster der Inhaftierten nimmt, wahrscheinlicher jedoch sogar ein auslösender Faktor für antisoziale Orientierungen seitens der Inhaftierten ist und damit den Weg für Rückfall und kriminelle Karrieren bereitet (vgl. TROTHA, 1983).

Zumindest letzteres lässt sich anhand der Daten aus dem Projekt nicht bestätigen, Entwicklungsfortschritte im Bereich der normativen Orientierungen und sozialen Einstellungen sind allerdings ebenso wenig erkennbar. Einfache Datenanalysen, zunächst ohne Berücksichtigung moderierender Faktoren, zeigen keinerlei Veränderung der Normorientierung im Haftverlauf. Ebenso ist keine bedeutsame Veränderung im Aggressivitätsniveau der Inhaftierten vom Haftbeginn bis zur Entlassung feststellbar. Gegen eine spezialpräventive Wirkung der Jugendstrafe spricht ferner der Befund, dass die Folgekosten delinquenten Handelns zu Haftbeginn eher hoch eingeschätzt werden, was angesichts des Umstandes, dass diese Kosten gerade augenfällig entrichtet werden müssen, nicht überrascht. Diese Einschätzung verändert sich jedoch im weiteren Haftverlauf dahingehend, dass die negativen Folgekosten delinquenten Handelns zunehmend geringer eingeschätzt und umgekehrt der Nutzen, der aus kriminellem Handeln entsteht, lohnender empfunden wird. Es ist dabei nicht auszuschließen, dass in diese Bewertung auch eigene Erfahrungen aus dem Alltag im Strafvollzug eingehen.

Eingehendere Datenanalysen lassen jedoch auch hier den Einfluss moderierender Faktoren sichtbar werden. So verändert sich beispielsweise die Normorientierung in Abhängigkeit von der Strafdauer. Während bei kurzen Strafen bis zu einem Jahr die Normakzeptanz der Inhaftierten im weiteren Haftverlauf sinkt, verhält es sich bei Haftstrafen von mehr als zwei Jahren genau umgekehrt, hier steigt die Normorientierung im Haftverlauf an. Neben der Strafdauer spielt außerdem das Alter der Inhaftierten als Determinante des Entwicklungsverlaufs eine wichtige Rolle. Mit zunehmendem Alter steigt die Normorientierung der Gefangenen an, was zu dem vielfach berichteten so genannten "Aging-Out-Effekt" in Bezug auf antisoziales und kriminelles Verhalten passt (PETERMANN & SCHEITHAUER, 1998; vgl. auch MOFFITT, 1993). Ferner sind anstaltsinterne Faktoren im Hinblick auf die Veränderung der sozialen Einstellungen im Haftverlauf bedeutsam. So zeigt sich, dass ein positives, auf die Resozialisierung ausgerichtetes Anstaltsklima mit einer höheren Normbefürwortung der Gefangenen einhergeht, hingegen wirkt sich ein von Angst und Unterdrückung geprägtes Klima der Gefangenen untereinander negativ, im Sinne einer im Haftverlauf sinkenden Normorientierung aus. Zusammenfassend ist allerdings anzumerken, dass die angesprochenen Moderatoren der Haftverläufe zwar statistisch hochsignifikante Einflüsse erzeugen, die jeweiligen Effektgrößen jedoch eher gering ausfallen (im Hinblick auf die Normorientierung werden jeweils unter 2% der Gesamtvarianz durch die Strafdauer bzw. das Alter erklärt), so dass sie nicht von praktischer Relevanz sind.

4.Die Bedeutung sozialer Unterstützung für die Haftfolgen

Durch die Inhaftierung werden die sozialen Kontakte der Inhaftierten mit der Außenwelt drastisch beschnitten. Neben den intendierten Effekten der Verringerung des negativen Einflusses durch das soziale Umfeld (etwa in devianten Peer-Gruppen; WETZELS & ENZMANN, 1999) hat dies auch kontraproduktive Nebenwirkungen, die dem angezielten positiven Effekt geradezu entgegenarbeiten können (HOSSER, 2001a, 2001b). In einer Zeit, die gerade für erstmalig Inhaftierte eine hohe psychische Belastung mit sich bringt, entfällt damit die Möglichkeit, auf ihr bisheriges Unterstützungsnetzwerk zurückzugreifen. Die Längsschnittdaten zeigen, dass Inhaftierte, die sich zu Haftbeginn von Familie, Freunden und ihrem sozialen Umfeld unterstützt erleben, sich im weiteren Verlauf der Haftstrafe schneller an die Haftbedingungen anpassen können, weniger in ihrem Selbstwertempfinden beeinträchtig sind und sich weniger machtlos fühlen. Zudem bieten unterstützende soziale Beziehungen einen Anreiz für soziales Verhalten und können einer völligen Abkehr von der Gesellschaft und ihren Regeln entgegentreten. In der Untersuchung weisen Inhaftierte mit anfänglich hoher erlebter Unterstützung zum Zeitpunkt der Entlassung eine geringere Aggressivität auf und beurteilen ihre Zukunftsaussichten insgesamt positiver. Auch stehen sie dem Begehen von Straftaten ablehnender gegenüber und bejahen straffreies Verhalten in größerem Umgang als solche Gefangene, die sich von ihrer Umwelt während der Haft kaum unterstützt fühlen.

Jedoch werden bei den Jugendlichen bereits nach kurzer Zeit in Haft viele Partnerschaften beendet. Während vor der Inhaftierung drei Viertel der Befragten eine feste Beziehung mit einer Partnerin hatten, wird diese Beziehung bereits in den ersten Wochen nach Haftantritt in 36% der Fällen beendet. Ebenso sind Kontakte mit der Familie für viele Inhaftierte während der Haft eher die Ausnahme. Im ersten Haftdrittel geben 34,8% der Inhaftierten an, ihre Mutter nie zu sehen, 15,4% haben überhaupt keinen Kontakt mehr mit ihr. Etwa ein Viertel der Inhaftierten gibt außerdem an, keinerlei Kontakt weder persönlich, telefonisch noch brieflicher Art mit ihrem Vater und/oder ihren Geschwistern zu haben, wobei sich diese Angaben nur auf Personen beziehen, die überhaupt über entsprechende Bezugspersonen verfügen. Im Rahmen einer offenen Frage nach den Belastungen durch die Inhaftierung wurde an erster Stelle, die soziale Isolation als Belastungsfaktor genannt, wobei hier vor allem die Trennung von Familie, Freundin und Freunden beklagt wurde (siehe ENZMANN, 2002).

Obwohl das zentrale Ziel der Jugendstrafe die Förderung der (Re-)Integration in die Gesellschaft ist und gerade die Kontinuität sozialer Bindungen ein wichtiger Faktor für den erfolgreichen Ausstieg aus der Kriminalität darstellt, gefährdet die Haft damit den Fortbestand und die Beziehungsqualität enger persönlicher und familiärer Bindungen. Die mit einer Strafhaft einhergehende soziale Isolierung und Desintegration erscheint wenigstens als potentieller Risikofaktor dieser Form der Entwicklungsintervention.

5. Folgerungen für Strafvollzug

Die vorgestellten Befunde erlauben lediglich einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Entwicklungen, die Personen während der Strafhaft durchlaufen können. Sie lassen aber dennoch hinsichtlich verschiedener Veränderungsbereiche so etwas wie "prototypische" Entwicklungsverläufe erkennen. Im Hinblick auf die Affektivität zeigt sich nach dem Überwinden der anfänglichen Inhaftierungskrise eine kontinuierliche und zügige Verbesserung des psychischen Befindens bis zum Entlassungszeitpunkt; dies gilt für ganz unterschiedliche Befindlichkeitsindikatoren in vergleichbarer Weise. Das zu Haftbeginn bei den Inhaftierten festzustellende extrem hohe Ausmaß psychischer Belastungen steht dabei mit Ergebnissen anderer Studien in Einklang, die hohe Prävalenzraten psychischer Störungen bei Inhaftierten nachgewiesen haben. Dies unterstreicht die Bedeutung, welche der intensiven Beratung, Betreuung und Überwachung der Inhaftierten insbesondere in den ersten Monaten der Inhaftierung zukommt. Die Tatsache, dass zum Entlassungszeitpunkt bei der Mehrzahl der Inhaftierten jedoch keine psychischen Auffälligkeiten festzustellen sind, lässt dabei zwar den vorsichtigen Schluss zu, dass die Strafhaft immerhin keine dauerhaften psychischen Folgeschäden auszulösen scheint. Allerdings ist hier zur endgültigen Klärung dieser Frage die Berücksichtigung der Befindlichkeit nach der Entlassung notwendig, um auszuschließen, dass hier nicht lediglich ein kurzzeitiges Stimmungshoch unmittelbar vor der Entlassung eine chronisch negative Affektivität überdeckt.

Während sich Gefühle und Stimmungen der Inhaftierten im Haftverlauf deutlich verändern, stellt sich die Entwicklung im Bereich der sozialen Orientierung und der sozialen Kognitionen völlig anders dar. Hier scheint die Entwicklung zu stagnieren, obwohl es sich doch gerade um den Bereich handelt, in dem eine Veränderung explizit angestrebt und erzwungen werden soll. Offenbar kommt soziales Lernen außerhalb spezifischer Trainingskurse und besonderer Betreuungsmaßnahmen im Strafvollzug noch immer zu kurz. Die Schaffung eines sozialen Alltags-, Übungs- und Experimentierraumes zum Erlernen defizitärer sozialer Kompetenzen sowie eines positiven, angst- und unterdrückungsfreien Vollzugsklimas stellt somit eine der Herausforderungen für den Vollzug in den nächsten Jahren dar. Gerade angesichts der beschränkten Ressourcen liegt hier auch eine große Entwicklungschance. Ein im Alltag verankertes soziales Angebot für eine größere Zahl von Inhaftierten zu schaffen, kann die Notwendigkeit spezifischer Trainingskurse verringern, die meist nur sehr kleine Zielgruppen ansprechen (und selbst diese nur eingeschränkt erreichen), und deren Erfolg teilweise zweifelhaft und nur ausnahmsweise durch Evaluationsstudien belegt ist (OHLEMACHER et al., 2001).

Im Hinblick auf zu beobachtende Veränderungen der sozialen Beziehungen in der Haft zeigt sich, dass durch die starke Begrenzung sozialer Kontakte Veränderungen im Beziehungsgefüge zwar sichtbar sind, jedoch die grundsätzliche Bedeutung solcher Beziehungen für das Befinden und Verhalten der Inhaftierten auch während der Haft unverändert fortbesteht. Die Haft ist keine soziale Auszeit, zumindest was den überwiegenden Teil der Gefangenen anbelangt. Das Erleben und das Nichterleben von sozialer Unterstützung, und vermutlich auch von sozialer Anerkennung, steht dabei mit der Bereitschaft zu sozialem Verhalten in einem direkten Zusammenhang. Die eigenen sozialen Beziehungen bieten eben letztlich erst den Anreiz dafür, sozial verantwortlich zu handeln und soziale Regeln zu beherzigen; dies gilt sowohl für die Welt innerhalb als auch außerhalb des Vollzugs.

In der Zusammenschau könnten die beschriebenen Veränderungen während der Haft, zumindest bei flüchtiger Betrachtung, den kritischen Stimmen Recht geben, die Haft als eine Art Durchgangstadium bezeichnen, dass von der Mehrheit der Inhaftierten relativ unbeschadet aber eben auch relativ unbeeindruckt durchlaufen wird. Über die Ursachen hierfür können beim gegenwärtigen Stand nur Vermutungen angestellt werden; beispielsweise ist auch nicht auszuschließen, dass einige Jugendliche nicht nur nicht von Veränderungsangeboten nicht erreicht wurden, sondern sich entsprechenden Aufforderungen auch aktiv widersetzen. Hier wird erst eine Vergrößerung der längsschnittlichen Stichprobe eine differenzierte Aufschlüsselung erlauben. Immerhin ist schon jetzt klar, dass es selbst innerhalb der hier scheinbar sehr homogen gewählten Untersuchungsgruppe erhebliche Unterschiede im individuellen Entwicklungsverlauf während der Strafhaft gibt. In Abhängigkeit von äußeren Bedingungen, vor allem aber von sozialen und persönlichen Ressourcen sowie von Haftbedingungen können sich junge Männer während der Inhaftierung sehr unterschiedlich verändern und entwickeln. Solche unterschiedlichen Haftverläufe geraten jedoch schnell aus dem Blick, wenn längsschnittliche Veränderungen nur auf Gruppenebene ohne Berücksichtigung moderierender Faktoren vorgenommen werden. Vor allem hier ist eine vordringliche Aufgabe für weitere Forschungen im Strafvollzugsbereich zu sehen. Jüngste Datenauswertungen, die allerdings noch einer eingehenderen Überprüfung bedürfen, deuten beispielsweise daraufhin, dass bei Inhaftierten, mit frühem Beginn des delinquenten Verhaltens in der Kindheit, während der Haft ganz andere Anpassungsmechanismen, -strategien und -erfolge zu beobachten sind als bei Personen, mit Beginn der Delinquenz im Jugendalter. Womöglich ist hier in Abhängigkeit von der individuellen Entwicklung vor der Haft eine ganz unterschiedliche Interventionsgestaltung notwendig, um negative Haftfolgen zu vermeiden GREVE & HOSSER, 2002b; HOSSER & GREVE, 2002).

Die differentielle Frage danach, welche Folgen eine Haftstrafe unter bestimmten Bedingungen für welche Personen haben kann, bleibt also weiterhin offen. Was bei wem, unter welchen Bedingungen wie wirkt, ist nicht nur im Hinblick auf die methodische, sondern auch die theoretische und damit inhaltliche Seite noch weiter auszudifferenzieren und engagierter zu verfolgen als bislang (GREVE, 2002). Dies betrifft nicht zuletzt eine Erweiterung und Ausdifferenzierung des Betrachtungswinkels auf den Zeitraum nach der Entlassung und andere als legale Kriterien. Dies erfordert freilich aber auch, einen erheblichen methodischen und organisatorischen Aufwand nicht zu scheuen, der zudem nur in enger Kooperation mit den Institutionen der Strafverfolgung zu bewältigen ist.

Prof. Dr. Werner Greve ist Hochschullehrer an der Universität Hildesheim
Daniela Hosser ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen

* Der Aufsatz basiert auf einem Vortrag, der auf dem XXVII. wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie vom 03. - 06.04.2002 gehalten wurde.

1. Gefördert von der Volkswagenstiftung (7/1997 bis 12/2002).

2. Es sind dies die Anstalten Göttingen-Leineberg, Halle, Hamburg-Hahnöfersand, Hameln-Tündern und Vechta; für die weit reichende Unterstützung und engagierte und vertrauensvolle Kooperation sei allen Anstalten und insbesondere unseren direkten Kooperationspartnerinnen und -partnern an dieser Stelle ausdrücklich und sehr herzlich gedankt.

3. Aktenanalysen stehen derzeit noch aus.

4. Raubdelikte wurden, wenn es sich um einfachen Raub handelte, als leichte Gewalt gegen Personen, bei gefährlichem, gemeinschaftlichem Raub oder Raub mit Waffe als schwere Gewalt gegen Personen kategorisiert.

5. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Bewertung der Entlassungsvorbereitung und der Zukunftsperspektiven ebenfalls vom psychischen Zustand des Inhaftierten abhängig sein dürfte.

Literatur:
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08.05.2013

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