Tagung - Wissen, was wir tun – Haltung und Handeln in der Sozialen Arbeit mit straffällig gewordenen Menschen - Hamburg

Datum der Veranstaltung: 
8. März 2018 bis 9. März 2018
Veranstaltungsort: 
Rauhes Haus - Hamburg
Anmeldeschluss: 
10. Januar 2018
Teilnahmegebühr: 
25,00 €

Soziale Arbeit in kriminalpolitischen Zusammenhängen ist nicht der „verlängerte Arm des Richters“, „Hilfe des Jugendgerichts“ oder im Strafvollzug „Mädchen für alles“ oder Nach über 40 Jahren der Entwicklung als eigene Disziplin und Profession hat sie eine spezifische Haltung und eigene Handlungskompetenzen entwickelt. Dazu hat sie sich deutlich ausgeweitet. Noch nie waren so viele Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen im Strafvollzug und in ambulanten Unterstützungssystemen beschäftigt.

Trotz dieser Entwicklung hat sich vielfach eine verkürzte Sicht auf Risikoorientierung, Kontrolle, Selektion und Legalbewährung in der Profession entwickelt, die nicht immer dem fachlichen Selbstverständnis entspricht. .

Wir wollen dem etwas entgegensetzen, haben uns inzwischen in kleinem Kreis von etwa 30 Teilnehmenden zweimal getroffen und wollen nun erneut in größerer Runde und arbeitsfeldspezifisch vorbereitet beraten, wie die soziale Arbeit mit straffällig gewordenen Personen als jene Agentur innerhalb des Strafjustizsystems gestärkt werden kann, die diese Menschen als Bürger und Staatsbürger mit Menschenwürde und Rechten, mit Entwicklungspotenzialen und Ressourcen, mit Hilfebedarf und einem verfassungsrechtlichen und sozialrechtlichen Anspruch auf Hilfe anerkennt.

Wir vergessen dabei nicht die institutionelle Einbindung und Beteiligung an sozialer Kontrolle einschließlich der damit verbundenen Zwangskontexte - Im Gegenteil, erst die klare kritische Analyse der gesellschaftlichen Eingebundenheit im Verhältnis zum Auftrag und dem eigenen Professionsverständnis mit Bezug zu den Menschenrechten, der sozialen Gerechtigkeit und der Lebenslagenverbesserung macht das Ausloten der eigenen Handlungsmöglichkeiten möglich.

Während der Tagung sollen die professionelle Haltung und ihre methodischen Grundlagen entsprechend dem heutigen fachlichen Niveau erörtert und dabei vor allem die Bedeutung von Verständigung, Wertschätzung und Beziehung zur Klienten und Klientinnen einerseits und kriminalpolitische Kooperationen und Strategien andererseits herausgearbeitet werden.

Tagungszeitraum: Donnerstag, 08.03.2018 12.00h bis Freitag, 09.03.2017 14.00h

Einführung in das Thema: Prof.Dr. Heinz Cornel und Prof.Dr. Michael Lindenberg

  • Vortrag zur Komplexität von Problemlagen: Prof.Dr. Ralf Bohrhardt
  • Arbeitsfeldspezifische Workshops zum eigenen Selbstverständnis :

1.         Jugendhilfe und Jugendstrafrecht: Konstanze Fritsch, Dr. Regine Drewniak

2.         Soziale Hilfe im Strafvollzug und zur Haftvermeidung: Rudi Grosser, Kai Abraham

3.         Soziale Dienste der Justiz: Stefan Thier, Wolfgang Hänsel

4.         Freie Straffälligenhilfe: Dr. Klaus Roggenthin, Maren Michels

  • Vortrag zur Situation in England: Prof.Dr. Christine Graebsch
  • Vortrag zur Professionalisierungsfrage: Prof.Dr. Christian Ghanem
  • Zusammenführung in Form eines worldcafés , Moderation:  Burkhard Plemper

 

Bitte richten Sie Ihre Anmeldungen bis 10.1.2018 an: kerstin [dut] lindenbergatresohilfe-luebeck [dut] de.

Wir bitten um Überweisung des Teilnahmebeitrags von 25,- € auf das Konto: Rudolf Grosser IBAN: DE97 5001 0517 5405 9747 07 mit dem Stichwort: „Wissen was wir tun.“

Nach Ihrer Überweisung und unserer Bestätigung wird die Anmeldung wirksam.

 

Für die VeranstalterInnen: Prof. Dr. Michael Lindenberg

+++ Veranstaltungskalender 2019 +++

Ab sofort sind Anmeldungen für die Fort- und Weiterbildungen der DVJJ in 2019 möglich. Den Veranstaltungskalender finden Sie hier.

+++ Veranstaltungskalender +++

Förderer

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend