DVJJ-Veranstaltungen

Jugendstrafrecht ist Jungenstrafrecht. Zu Männlichkeit und Geschlechterrollen im Kontext von Delinquenz Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie - Bad Boll

23. Februar 2018 bis 25. Februar 2018

Kriminalität ist männlich dominiert, besonders junge Männer sind in den Statistiken stark vertreten, das ist nicht erst seit den sogenannten „Kölner Silvestervorfällen“ bekannt. Jugendstrafrecht ist de facto in erster Linie ein Jungenstrafrecht. Doch woran liegt diese negative männliche Dominanz, welche Auswirkungen haben Männlichkeitsnormen, Rollenbilder und Geschlechterrollenstereotype? (Wie) wirken sich kulturelle und biologische Unterschiede auf das Verhalten junger Männer aus, und wie kann man daraus resultierenden Schwierigkeiten in der pädagogischen und justiziellen Arbeit begegnen?

Dreiteiliger Qualifizierungskurs für MitarbeiterInnen in der Jugendhilfe im Strafverfahren / Jugendgerichtshilfe - Nürnberg

16. April 2018 bis 18. April 2018

Als sozialpädagogischer Fachdienst im Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz muss die Jugend(gerichts)hilfe oft mit schwierigen, teils mehrfach benachteiligten jungen Menschen umgehen können und sozialpädagogische Handlungsstrategien in das Jugendstrafverfahren einfließen lassen. Hierbei steht sie an der Schnittstelle Jugendhilfe und Justiz. Diese Position ist oft schwierig, birgt sie doch die Gefahr von Rollenkonfusion in beide Richtungen. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, ist eine vertiefende Weiterbildung und Rollenklärung für MitarbeiterInnen in diesem Arbeitsfeld unerlässlich.

Feuer unterm Hintern! Erlebnisaktivierende Methoden für eine erfolgreiche pädagogische Einzel- und Gruppenarbeit - Nürnberg

18. April 2018 bis 20. April 2018

Sie arbeiten pädagogisch mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Sie leiten Soziale Trainingskurse oder Gesprächs- und Betreuungsweisungen. Und Sie fragen sich, wie kann ich meine Klientel am besten erreichen, um eine positive Verhaltensänderung zu bewirken? Aktivierung löst Emotionen aus und versetzt in einen Zustand hoher Aufmerksamkeit und neugieriger Lernbereitschaft. Aktivierte und motivierte Jugendliche sind also die Voraussetzung für eine gelingende pädagogische Arbeit.

Fachtag der BAG Polizei in der DVJJ - „Jugend – Polizei / Polizei – Jugend: Kommunikation und Lebenswelten der prekären Jugendszene von heute – Versuch einer Übersetzungshilfe und Annäherung“ - Nürnberg

19. April 2018

Die Veränderungen der modernen Gesellschaft haben einen wesentlichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung, die Lebenswelten und die Kommunikation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Neben einer in vielen Bereichen zunehmenden Multikulturalität wirken sich auch die „neuen“ Möglichkeiten der Kommunikationsmedien auf die Lebenswelten von Jugendlichen und damit auch auf ihre Sprache aus.

Die Stellungnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren - Springe

2. Mai 2018 bis 4. Mai 2018

Die Stellungnahme der Jugendhilfe gilt als wesentliches Ergebnis der Tätigkeiten der Jugendhilfe im Strafverfahren, die Qualität der Berichte wird in der Praxis allerdings mitunter deutlich kritisiert. Zu welchen Fragen hat die Jugendhilfe in der Hauptverhandlung, aber auch schon im Ermittlungs- oder Zwischenverfahren Stellung zu nehmen und welche Bereiche gehören gerade nicht in ihren Verantwortungsbereich?

Methoden der Anti-Gewalt-Pädagogik (AGP) - Kassel

2. Mai 2018 bis 4. Mai 2018

„Aggression steht im Dienste sozialer Beziehungen, sie dient deren Verteidigung. Sie kommt immer dann ins Spiel, wenn Bindungen bedroht sind, wenn sie nicht gelingen oder fehlen.“ (Joachim Bauer, Prinzip Menschlichkeit)

Anti-Gewalt-Pädagogik steht für ein Methodenspektrum, das die erlebte Gewalt von Jugendlichen reflektiert und Konfrontation als Ergebnis eines gelungenen Beziehungsaufbaus begreift. Die Person hinter ihrer Gewalthandlung zu verstehen, ist unabdingbar mit diesem Prozess verbunden. Die Eckpunkte werden durch wertschätzende Gesprächsführung, Körperübungen, szenische Darstellungen und auch durch die Würdigung von Traumatisierungserfahrungen markiert.

Parallele Lebenswelten? – Migrantinnen und Migranten in Deutschland im Brennpunkt von Polizei und Sozialarbeit? Polizei & Sozialarbeit XXII - Hofgeismar

25. Juni 2018 bis 27. Juni 2018

„Parallelwelten“ sollen eine hypothetische Welt beschreiben – einen begrenzten Bereich, in dem sich das Leben unabhängig von der „echten Welt“ abspielt. Dies kann einerseits die innere Nebenrealität einzelner Personen in Abgrenzung zu äußeren Welt beschreiben, wie sie bei TäterInnen von School Shootings häufig deutlich wurde. Andererseits leben auch einige Gruppen in „ihrer eigenen Welt“ wie z. B. Familienclans, Rocker oder Sekten. Die Frage, ob und wo es in Deutschland Entwicklungen hin zu „Parallelgesellschaften“ gibt, beschäftigt Wissenschaft und Praxis bereits seit Längerem. Aus Zeitgründen können wir uns auf dieser Tagung nicht all denjenigen Gruppen zuwenden, die in der Diskussion um Parallelwelten immer wieder auftauchen, sondern wollen uns der aktuellen Diskussion um Zuwanderung und Integration von dieser Seite nähern.

Flucht nach vorne 4. Bundeskongress der Jugendhilfe im Strafverfahren und der ambulanten sozialpädagogischen Angebote für straffällig gewordene junge Menschen - Bad Kissingen

19. September 2018 bis 21. September 2018

Themen u.a.: Arbeit mit traumatisierten jungen Menschen | Spannungsfeld Jugendhilfe und Justiz | Angebote für junge Geflüchtete | Fallkonferenzen | Extremismus, Islam | Stoffgebundene und stoffungebundene Süchte | Datenschutz | Gewalt im Jugendstrafvollzug | Arbeit mit sexuell grenzverletzenden jungen Menschen | Änderungen im SGB VIII | Übergangsmanagement | Fallverantwortung bei HzE

Szenisches Arbeiten, Systemaufstellungen und mehr: Erweiterung der Methodenkompetenz für die Gruppen- und Einzelarbeit mit Jugendlichen und Heranwachsenden - Mainz

8. Oktober 2018 bis 10. Oktober 2018

In sozialen Trainingskursen und gewaltpräventiven Gruppentrainings geht es um soziales Lernen, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und dem Tatgeschehen. Der Förderung der Eigenmotivation (intrinsische Motivation) kommt hier eine zentrale Bedeutung zu. Den Adressaten von sozialen Trainingskursen oder gewaltpräventiven Gruppentrainings ist oft selbst nicht bewusst, warum sie in einer Situation „ausgerastet“ sind, woher ihre Wut und Aggressivität kommt und was sie ändern könnten. Um die Jugendlichen sensibel auf ihre Probleme ansprechen zu können, braucht es Methoden, die ihre emotionale Intelligenz einbeziehen.

23. Tagung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jugendarrest. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Arrestleiter und Arrestbediensteten in der DVJJ - Esslingen

8. Oktober 2018 bis 11. Oktober 2018

Die Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Arrestleiter und Arrestbediensteten (Jugendarresttagung) wendet sich an Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen, die in Jugendarrestanstalten arbeiten oder beruflich mit ihnen zu tun haben (Jugendrichterinnen und Jugendrichter, Bedienstete des allgemeinen Vollzugsdienstes und des Sozialdienstes).
Neben Fachvorträgen zu jugendarrestspezifischen Themen und der Möglichkeit, sich nicht nur im Plenum, sondern auch in seiner jeweiligen Berufsgruppe auszutauschen und so neue Erfahrungen zu sammeln, bietet die Veranstaltung auch die Möglichkeit, berufliche Kontakte zu knüpfen. Eine Besichtigung der Jugendarrestanstalt Göppingen rundet die Veranstaltung ab.

Systemsprenger, schwierigste Jugendliche, hoffnungslose Fälle? Kompetenzen für den Umgang mit besonders herausfordernden Klienten - Hofgeismar

10. Oktober 2018 bis 12. Oktober 2018

„Die Praxis ist manchmal besser als die Theorie.“
(Burkhard Müller)

Die Biografien der sogenannten „schwierigsten“ Jugendlichen sind häufig von Betreuungsabbrüchen und Misserfolgen geprägt. Verweigerer oder ständige Wiederkehrer mit langer Betreuungsdauer, aggressiven Verhaltensweisen, Suchtproblematik, mehrfacher strafrechtlich relevanter Auffälligkeit stellen das Helfersystem auf eine harte Probe und führen SozialpädagogInnen an die eigene Grenze. Was also brauchen Fachkräfte am ehesten, um sich verweigernde Jugendliche für eine Zusammenarbeit zu gewinnen? In diesem  Seminar richten wir den Blick zunächst auf mögliche gegenseitige Wirkungsweisen in der Klienten-Betreuer-Beziehung.

Dreiteiliger Qualifizierungskurs für MitarbeiterInnen in der Jugendhilfe im Strafverfahren / Jugendgerichtshilfe - Hannover

29. Oktober 2018 bis 31. Oktober 2018

Als sozialpädagogischer Fachdienst im Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz muss die Jugend(gerichts)hilfe oft mit schwierigen, teils mehrfach benachteiligten jungen Menschen umgehen können und sozialpädagogische Handlungsstrategien in das Jugendstrafverfahren einfließen lassen. Hierbei steht sie an der Schnittstelle Jugendhilfe und Justiz. Diese Position ist oft schwierig, birgt sie doch die Gefahr von Rollenkonfusion in beide Richtungen. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, ist eine vertiefende Weiterbildung und Rollenklärung für MitarbeiterInnen in diesem Arbeitsfeld unerlässlich.

7. Praktikertagung Jugendstrafvollzug Voneinander lernen. Jugendstrafvollzug an der Schnittstelle der Disziplinen - Berlin

31. Oktober 2018 bis 2. November 2018

Termin: 31.10., 13 Uhr bis 02.11.2018, 13 Uhr

Tagungsort: Berlin, Jugendgästehaus Hauptbahnhof

Tagungsleitung: Dr. Ulrike Zähringer, Geschäftsführerin der DVJJ | Prof. Dr. Philipp Walkenhorst, Albertus-Magnus-Universität zu Köln

Zielgruppe: Praktikerinnen und Praktiker im Jugendstrafvollzug, insbesondere aus den Bereichen AVD, Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Psychologie, Sozialdienst, Sozialtherapie, Schule und Seelsorge, sowie Interessierte aus anderen Disziplinen.

Wie sag ich´s (m)einem Richter? Frei sprechen & souverän auftreten als Jugendhilfe im Strafverfahren - Nürnberg

21. November 2018 bis 23. November 2018

Als Pädagogin oder Pädagoge beraten und begleiten Sie Jugend-liche und junge Erwachsene während eines strafrechtlichen Verfahrens. Es ist Ihr Anliegen, für den Jugendlichen die pädagogisch sinnvolle Ahndung zu erwirken. Fest steht, Pädagogen und Juristen sprechen in der Verhandlung oft unterschiedliche Sprachen. Hinzu kommt ein Statusgefälle. Juristen wird informell die bessere Position zugeschrieben.

Das Seminar trainiert zweierlei Perspektivenwechsel:
1) Sie erkennen Ihre persönlichen und professionellen Stärken, um das pädagogische Anliegen in der Verhandlung souverän zu präsentieren.
2) Sie halten Ihren Vortrag so, dass ihn Nicht-Pädagogen verstehen.

Förderer

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend