Forum 2: Ergebnisse der Arbeitskreise

Was wissen wir - Theorie und Methoden

AK 2.1 - Was bringt´s - Stand und Erkenntnisse der Wirkungsforschung

I. Durch rigorose, methodisch-zuverlässige Evaluation bestätigt sind drei Befunde, die künftig stärker berücksichtigt werden müssen:

  • spezialpräventiv–abschreckende Sanktionen (z.B. Jugendarrest, boot camps, Gefängnisbesuchsprogramme) fördern nicht die Legalbewährung
  • positiv evaluierte Angebote wirken besser im ambulanten als in stationären Kontext
  • die Effektivität des TOA ist nachgewiesen

II.

  • Interventionen nach Straffälligkeit sind hinsichtlich ihrer Wirkung zu evaluieren
  • Es ist anzustreben, dass 10% des Budgets für Wirkungsforschung zur Verfügung gestellt wird. (WHO-Regionalbüro für Europa (1998): Health Promotion Evaluation: Recommendations to policy makers. Report of the WHO European Working Group on Health Promotion Evaluation. (EUR/ICP/IVST 050103) Kopenhagen, www.who.dk)
  • Ziel ist, nur wirksame Interventionen anzuwenden und finanziell zu fördern.

Mehrkosten werden durch Effizienzsteigerung der Kriminalprävention aufgefangen.

III. Die Ertragsanalyse der vorhandenen Erkenntnisse zur Wirkungsforschung führt schon heute zu empirisch gesicherten Leitlinien der Kriminalprävention. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass delinquente Entwicklung durch beeinflussbare Schutzfaktoren vermieden oder abgeschwächt werden. Die Schutzwirkung wird gefördert durch den Einsatz erprobter und in ihrer Wirkung nachgewiesener Programme:

  • Familien- und Erziehungsprogramme in Gestalt von Mentorenmodellen und multisystemischen Familieninterventionen sowie den Ausbau der vertragsärztlichen, psychtherapeutischen Versorgung für Kinder und Jugendliche zur kognitiv- verhaltenstherapeutischen Behandlung.
  • In Kindergarten, Schule und Freizeit (Sport) durch Mehr- Ebenen- Konzepte mit der Thematisierung delinquenten Verhaltens, der Normverdeutlicheung, Opferstärkung und Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinschaft sowie mit dem Ausbau einer positiven Kommunikations- und Konfliktkultur (Olweus-Programm; Kultur des Hinsehens).

AK 2.2 - Neue Rigidität im Jugendstrafrecht

Die gesellschaftliche Punitivität hat zugenommen. Nicht zuletzt die andauernde Debatte um die Absenkung der Strafmündigkeitsgrenze und um die Überführung der Heranwachsenden in das allgemeine Strafrecht belegt dies. Für diese Entwicklung ist ein ganzes Bündel von Ursachen verantwortlich; keine dieser Ursachen vermag eine Legitimation für neue Punitivität zu liefern. Höhere Strafen werden soziale Probleme und individuelle Konflikte nicht lösen. Die Jugendstrafrechtspflege darf sich daher von ihrer bewährten kriminalpolitischen Linie nicht abbringen lassen.

1.) Zynisch erscheint, eine Verknappung von Ressourcen – insbesondere der Jugendhilfe – zum Lostreten von law-and-order-Kampagnen zu nutzen.

2.) Der jugendstrafrechtliche Auftrag gebietet, mit individuell angemessenen Eingriffen erzieherisch auf den Jugendlichen einzuwirken. Immer geht es dabei um das Ziel einer künftig straffreien und verantwortlichen Lebensführung. Verantwortung für Jugend bedeutet daher Alternativen zu Strafen und Orientierung am Prinzip des geringstmöglichen Eingriffs.

3.) Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirksamkeit des jugendrichterlichen Instrumentariums, gerade der nicht strafenden Reaktionen, müssen auch in die Öffentlichkeit getragen werden.

4.) Politische Verantwortung für Jugend bedeutet, auf neue Problemlagen angemessen zu reagieren und gegen Populismus anzutreten. Dabei geht es um die Aufklärung der Öffentlichkeit über die nachteiligen Folgen punitiver Strategien und um die Hervorhebung des erzieherischen Gedankens des Jugendstrafrechts.

5.) Die Umsetzung des Erziehungsgedankens im JGG fördert soziale Integration und wirkt Jugend-deliquenz entgegen. Generalpräventive Strafverschärfung hat im Jugendstrafrecht nichts zu suchen.

6.) Träger ambulanter Maßnahmen sind eigenständige Partner in der Jugenstraf-rechtspflege mit eigener Fachlichkeit. Eine Durchführung ambulanter Maßnahmen unter Einhaltung von Qualitätsstandards verhindert Rückfälle und wirkt damit der Gefahr von Sanktionseskalationen entgegen.

AK 2.3 – Gute Gründe für Reformen im Jugenstrafrecht (!?)

Die Kriminalitätslage bei Jugendlichen und Heranwachsenden rechtfertigt keine verschärfenden und rigiden Gesetzesvorschläge, wie sie in den beiden aktuellen Entwürfen des Bundesrates enthalten sind.

Der Arbeitskreis lehnt diese Vorschläge ab und empfiehlt die weitere Diskussion um eine rationale Reformierung des Jugendstrafrechts auf der Grundlage der Vorschläge der DVJJ vom August 2002, der Abstimmungsergebnisse des Deutschen Juristentages vom September 2002 und des Referentenentwurfs des Bundesministeriums der Justiz vom April 2004 fortzuführen.

Dabei befürwortet er ausdrücklich die generelle Anwendung des Jugendstrafrechts auf Heranwachsende. Der Arrest sollte im Hinblick auf die Rückfallergebnisse einer besonders kritischen Überprüfung durch den Gesetzgeber unterzogen werden.

Die im BMJ-Enwurf enthaltende Konkretisierung von Ziel und Zweck des Jugendstrafrechts wird begrüßt.

AK 2.4 - Diagnostik in der Sozialen Arbeit

In Jugendhilfe und Jugendstrafrecht wird ein qualifiziertes methodisches Instrumentarium benötigt, dass besonders Auswahl und Kontrolle von zu treffenden Maßnahmen ermöglicht. Das ist fachlich (rechtlich und pädagogisch) geboten und finanziell unerlässlich.

A. Psychosoziale Diagnostik
Die psychosoziale Diagnostik bietet methodische Grundlagen für gutachtliche Stellungnahmen. Mit ihr ist die systematische Erhebung und Interpretation von psychosozialen Daten möglich.
Dieser methodische Ansatz ist nicht an eine bestimmte Theorie gebunden.

Allgemeine Anforderungen sind:
· Transparenz
· Nachvollziehbarkeit
· Überprüfbarkeit

Die Datenerhebung im Rahmen der psychosozialen Diagnostik orientiert sich an der jeweiligen Fragestellung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur relevante Daten erhoben werden.
Zu beachten sind mögliche Fehlerquellen, die mit Wahrnehmungsprozessen, insbesondere der Personenwahrnehmung und –beurteilung zusammenhängen.
Mit der psychosozialen Diagnostik wird keine objektive Realität abgebildet, sondern miteinander geteilte Wirklichkeit hergestellt.

B. Sozialpädagogische Diagnose
Die sozialpädagogische Diagnose nach UHLENDORFF beinhaltet die Beschreibung der Selbst- und Weltdeutung des Jugendlichen, die Spezifizierung der noch nicht bewältigten Entwicklungsaufgaben und die Formulierung einer konkreten pädagogischen Aufgabenstellung.
Im Mittelpunkt stehen Körper, normative Orientierung, Zeitschemata und Selbstbilder. Diese Diagnosen werden mit den Jugendlichen (Freiwilligkeit) und Betreuern regelmäßig überprüft.
Das methodische Vorgehen der sozialpädagogischen Diagnose basiert ausschließlich auf offenen Interviews, die im Team hermeneutisch ausgewertet werden.

Systematisch durchgeführte Diagnostik trägt dazu bei, die geeigneten Hilfen zur Erziehung anzubieten, sowie deutlich zu unterscheiden zwischen einer justiznahen strafrechtlichen Betrachtungsweise (z.B. Begriff der „schädlichen Neigungen“) und einer Jugendhilfeorientierung (Bildungsaufgaben).

C. Standards und Perspektiven
Aus den allgemeinen methodischen Vorgaben ergeben sich (vorläufige) Standards (I) und Perspektiven (II)

I. Standards
· Transparenz hinsichtlich des Auftrages gegenüber den Jugendlichen im Strafverfahren und der Informationsquellen der gutachtlichen Stellungnahmen
· Nachvollziehbarkeit durch Trennung von Sachverhaltsdarstellung und Interpretation
· Leitfadengestützte Interviews
· Klientenorientierte Gesprächsführung
· Systematische Dokumentation

· Beachtung möglicher Fehlerquellen im diagnostischen Prozess
· Kollegiale Supervision durch Beratung im Team und Gegenlesen schriftlicher Stellungnahmen
· Selbstevaluation
· Berücksichtigung berufsethischer Selbstverpflichtung und Vermeidung von Etikettierungen

II. Perspektiven
· Erstellen von Arbeitshilfen für die Praxis
· Praxisberatung durch Wissenschaft
· Wirkungs- und Evaluationsforschung
· Anbieten regelmäßiger Fortbildungen
· Studium einschlägiger Fachliteratur
· Schaffung institutionsübergreifender Strukturen für den fachlichen Erfahrungsaustausch
· Einrichtung von Weiterbildungsstudiengängen


AK 2.5 - Projekte, Konzepte und Methoden: Jugendhilfe und Justiz in der Evaluation

Der Bereich der Jugendstrafrechtspflege ist wie kaum ein anderer von Unkenntnis über Folgen von Handlungen, mithin Blindheit gekennzeichnet. Staatliche Eingriffe in das Leben junger Menschen bedürfen stets der Legitimation im Hinblick auf Verhältnismäßigkeit und Effizienz. Evaluation als Methode der systematischen, kriteriengeleiteten Bewertung der Praxis muss zum festen Bestandteil der Arbeit in Polizei, Jugendgerichtsbarkeit und Jugendhilfe werden.

1. Projektplanungen müssen so angelegt sein, dass Projekte prinzipiell evaluierbar sind. Die Durchführung kontinuierlicher Evaluationen muss Bedingung und Bestandteil für Maßnahmen im Zusammenhang mit Jugendstrafverfahren werden.

2. An Evaluationsstandards orientierte Prinzipien und Methoden von Qualitätsentwicklungsprozessen einschließlich Selbstevaluationen müssen zum festen Bestandteil von Aus-, Fort- und Weiterbildung aller am Jugendstrafverfahren beteiligten Professionen werden.

3. Die zur Durchführung von Evaluationen erforderlichen Ressourcen sind zur Verfügung zu stellen.

4. Die durch Evaluationen gewonnenen Erkenntnisse sind zugänglich zu machen.


AK 2.6 - Soziale Prävention - Kriminalprävention - Sicherheitspolitiken

1. Der Rückzug des Sozialstaates führt verstärkt dazu, dass Eltern mit ihren Aufgaben alleingelassen werden.

2. Entscheidende Weichen für Integration oder Ausgrenzung werden bereits im Vorschulalter gestellt. Hier muss soziale Prävention beginnen.

3. Schule ist der größte „Jugendclub“ vor Ort. Dort werden wichtige Chancen für soziales Lernen und Prävention vertan. Entgegen verbreiteter Ansicht darf sich Schule nicht auf reine Wissens-vermittlung zurückziehen.

4. Die Jugendhilfe hat den Auftrag und das Instrumentarium für Präventionsarbeit mit den noch nicht Strafmündigen. Sie muss sich dieser Verantwortung stellen.

5. Jugend ist nicht das Sicherheitsrisiko Deutschlands. Jugend steht nicht unter Generalverdacht. Junge Menschen brauchen einen tragfähigen Vertrauensvorschuss.

6. Der kriminalpräventive Eifer gegenüber Jugendlichen darf nicht zu einer Vernachlässigung wichtiger anderer Kriminalitätsfelder führen.

7. Eine Politik, die wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert und nur in kurzfristigen Zeiträumen denkt, verurteilt Kriminalprävention zum Scheitern.

8. Die Pressearbeit muss deutlich verbessert und professioneller gestaltet werden. Tu’ Gutes und rede darüber!


AK 2.7 - Jugendliche zwischen Medienkompetenz und medialer Verwahrlosung

I. Viele Eltern kontrollieren den Medienkonsum ihrer Kinder nicht mehr. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einer davon ist die eigene, problembehaftete Lebenssituation. Medien werden oft auch als unverzichtbar für die Chancengleichheit der Kinder angesehen, ohne genügend Hintergrundwissen über die Risiken von zu hohem Medienkonsum gibt.

II. Jüngste Forschungen haben ergeben, dass nicht nur die Inhalte von Filmen und Spielen Kinder und Jugendliche beeinflussen, sondern auch die Dauer des Medienkonsums beeinflussen. Sprich: Wer übermäßig Fernsehen schaut, PC-Spiele spielt oder die Spielkonsole bedient, ist so passiv reizüberflutet und durch das Gesehene so emotional aufgeladen, dass u.U. die eigene Aggression nicht mehr tatsächlich, sonder nur noch abgestumpft wahrgenommen wird.

III. Jungen interessieren sich mehr für diese des Medienkonsums als Mädchen und werden in der Folge von den Eltern besser ausgestattet mit Fernseher, PC und einer Spielkonsole im eigenen Zimmer.
Jungen konsumieren pro Tag durchschnittlich 2,3 Stunden mehr Medien und bevorzugen dabei mehr Gewalt- und Actionunterhaltung als Mädchen.

IV. Als mögliche Folge des übermäßigen und unkontrollierten Medienkonsums lassen sich zusätzliche Faktoren feststellen:

  • ein Bewegungsdefizit, das zu motorischen Problemen und Unsportlichkeit führt.
  • damit verbunden ist ein steigendes Gesundheitsrisiko, beispielsweise an Diabetes zu erkranken
  • durch die mangelnde soziale Interaktion entsteht schließlich ein deutliches Sprachdefizit
  • gipfelt diese Entwicklung in schlechten schulischen Leistungen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist mittlerweile deutlich erwiesen, dass die schulischen Leistungen um so schlechter ausfallen je mehr ein Kind Medien konsumiert.


1. Es muss eine verstärkte Aufklärung über unreflektierten Medienkonsum stattfinden. Werdende Eltern müssen bereits ab Schwangerschaftsbeginn Informationen erhalten. Bei Kindern sollte die Medienerziehung bereits im Kindergarten beginnen.

2. Es muss eine verstärkte und vielfältige Aufklärungsarbeit über Medienkonsum und Jugendkultur bei allen Multiplikatoren erfolgen.

3. Medienpädagogik, Medienerziehung muss ein Pflichtthema in allen Erziehungssituationen sein.

4. Die Politik ist aufgefordert den jüngsten Forschungsstand zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen zur Kenntnis zu nehmen und daraus Konsequenzen zu ziehen.

5. Es muss eine bundesweite Aufklärungskampagne geben.

6. Als flankierende Maßnahme wird die Einführung der flächendeckenden Ganztagsschule gefordert. Während am Vormittag die Wissensvermittlung im Vordergrund steht, sollte am Nachmittag die „Lust aufs Leben“ geweckt werden. Ein attraktives Kursangebot für Kinder und Jugendliche bietet. Daneben soll es auch Angebote geben, die im amerikanischen „Parenting“ bezeichnet werden: Eine Anleitung zum „Eltern sein“. Parenting-Kurse sollten von qualifiziertem Personal durchgeführt werden.

7. Der Erhalt und Ausbau von nicht-kommerziellen Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche muss gewährleistet sein. Jeder Abbau dieses Angebots wird eine wachsende Medienverwahrlosung zur Folge haben. Das gilt es unbedingt zu vermeiden

AK 2.8 - Die EU-Osterweiterung: Herausforderung für Jugendhilfe und Justiz

1. Die registrierte Jugendkriminalität in den mittel- und osteuropäischen Ländern ist nach einem Anstieg bis Mitte der 1990er Jahre (wie in Deutschland) rückläufig und hat sich danach stabilisiert.
Die EU-Osterweiterung hat nicht zu dramatischen Veränderungen der grenzüberschreitenden Jugendkriminalität geführt.

2. Dennoch ist grenzüberschreitende Jugendarbeit und Zusammenarbeit im Bereich der Jugendkriminalrechtspflege notwendig und sinnvoll.

3. Grenzüberschreitende Jugendarbeit hat nachweisbare positive kriminalpräventive Funktionen. Sie kann zum Abbau von Feindbildern und fremdenfeindlichen bzw. rechtsextremen Orientierungen beitragen.

4. Die Aus- und Fortbildung der in der Jugendstrafrechtspflege (einschließlich Jugendhilfe) Tätigen ist durch internationale Seminare und Praktiker- sowie Wissenschaftlertreffen zu intensivieren, um aus ausländischen Erfahrungen und guten Praxismodellen („good practices“) zu lernen.

5. Der internationale Entwicklungsaustausch kann auch negative Entwicklungen und Praktiken aufzeigen wie beispielsweise die Diskriminierung von Minderheiten bei ambulanten und stationären Maßnahmen, den Missbrauch der Untersuchungshaft als verdeckter kurzer Freiheitsstrafe, die mangelhafte finanzielle und personelle Absicherung ambulanter Maßnahmen, etc.

6. Die aktuellen Entwicklungen des Jugendstrafrechts in Europa und insbesondere in den mittel- und osteuropäischen Ländern verdeutlichen Reformtendenzen, die an den bewährten Formen eines erzieherisch orientierten, in den Rechtsfolgen ausdifferenzierten und zugleich rechtsstaatlich begrenzten Jugendstrafrechts festhalten. Das österreichische und deutsche Jugendstrafrecht haben bei den Reformgesetzen der 1990er Jahre eine Vorbildfunktion gehabt.

7. Aus der Sicht der mittel- und osteuropäischen Länder lösen Diskussionen über die Abschaffung oder Relativierung des Erziehungsgedankens nur Verwunderung aus. Gleiches gilt für die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters auf 12 Jahre. Kein einziges der Beitrittsländer zur EU und der übrigen osteuropäischen Länder ist unter die Altersgrenze von 14 Jahren gegangen, verschiedentlich gilt die Grenze von 15 (z.B. Tschechien), teilweise von 16 Jahren.

8. Der internationale Vergleich zeigt das Bemühen, Jugendkriminalpolitik auf der Basis empirischer Erkenntnisse fortzuentwickeln (vgl. die entsprechende Empfehlung des Europarats in Rec. [2003] 20 No. 5: Interventions ... should, as much as possible, be based on scientific evidence..”).
Die internationale Entwicklung zeigt weiterhin, dass „gute” (und an empirischen Erkenntnissen orientierte) Reformgesetze möglich sind, wenn die Politik sich an der Praxis und Fachwissenschaft orientiert und tagespolitische Skandalisierungen von Einzelfällen vermeidet.

9. Migration findet nicht nur in Deutschland statt, sondern auch in allen mittel- und osteuropäischen Ländern. Es geht auch in diesem Zusammenhang darum, den sachlichen Umgang mit den daraus resultierenden Problemen zu lernen und positive sowie negative Erfahrungen auszutauschen.

+++ 4. Bundeskongress - "Flucht nach vorne" +++

Vom 19. bis 21.09.2018 findet der 4. Bundeskongress der Jugendhilfe im Strafverfahren und der ambulanten sozialpädagogischen Angebote für straffällig gewordene junge Menschen unter dem Titel "Flucht nach vorne" in Bad Kissingen statt. Nähere Informationen zum Inhalt und zur Anmeldung finden Sie hier.

26. JGT 2004

26. Jugendgerichtstage

Förderer

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend