4. Jugendgerichtstag NRW 2019 – Münster

19. September 2019

Datum der Veranstaltung:
19. September 2019

Veranstaltungsort:
Akademie Franz Hitze Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster

Anmeldeschluss:
01/08/2019

Teilnahmegebühr:
45,00 €, DVJJ-Mitglieder 30,00 €, Studierende 20,00 € Verpflegung: 32,00 € inkl. Umsatzsteuer

Veranstaltungsnummer:

Gesellschaftliche Bedingungen und Sichtweisen sowie deren Veränderungen bleiben nicht ohne Einfluss auf die Lebensphase Jugend, auf die Delinquenz junger Menschen und auch den professionellen Umgang mit Jugendkriminalität.

Die Lebensphase Jugend verlängert sich bis zum Ende des dritten Lebensjahrzehnts, wie schon der 14. Kinder- und Jugendbericht deutlich aufzeigte. Gleichzeitig verdichtet sich die Lebensphase Jugend vor dem Hintergrund des gesamtgesellschaftlichen Fortschritts in Bezug auf die Anforderungen an den Kompetenzerwerb der Einzelnen. In jedem Fall stellt die Jugend kein Moratorium und keine eindeutig durch das Alter zu differenzierende Population mehr dar. Jugend als Form juveniler Lebensführung findet sich, dann allerdings durchweg eher positiv konnotiert, bis ins hohe Alter.

Die ältere Generation hatte schon immer Vorurteile gegenüber der jüngeren. Wie wirkt sich das nun in einer Gesellschaft aus, die den Aspekt der Sicherheit in den Vordergrund stellt? Wie kommt es zu punitiven Tendenzen und Verschärfungen des Jugendstrafrechts, obwohl die Jugendkriminalität sinkt und wissenschaftlich erwiesen ist, dass härtere Strafen in den meisten Fällen kontraproduktiv sind? Wie kann in der heutigen Zeit sinnvoll auf Straftaten junger Menschen reagiert werden und welche Herausforderungen ergeben sich für die Akteur*innen verschiedener Professionen und deren Kooperation?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir auf dem 4. Jugendgerichtstag Nordrhein-Westfalen nachgehen. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und freuen uns mit Ihnen auf interessante Vorträge, einen lebendigen Austausch und viele angenehme Begegnungen.

Programm
09.30 h Anreise/Stehkaffee
10.00 h Begrüßung und Grußworte:
Peter BIESENBACH, Minister der Justiz NRW (angefragt)
10.15 h „Entgrenzung von Jugend wahrnehmen“
Prof. Dr. Wolfgang SCHRÖER, Universität Hildesheim
11.15 h Kaffeepause
11.30 h „Kritische Entwicklungen im Jugendstrafrecht seit 2013“
Prof. Dr. Sabine SWOBODA, Ruhr-Universität Bochum
12.30 h Mittagspause
13.30 h Arbeitskreise 1-6 inklusive Kaffeepause
15.45 h „Die Sicherheitsgesellschaft: Soziale Kontrolle im 21. Jahrhundert“
Prof. Dr. Jens PUSCHKE LL.M, Philipps-Universität Marburg
16.30 h Abschluss und Verabschiedung
Arbeitskreise:
AK 1: Punitivität
Prof. Dr. Holger ZIEGLER, Universität Bielefeld
Prof. em. Dr. Franz STRENG, Universität Erlangen-Nürnberg
Moderation: Dr. Corinna SCHWAMBORN, WWU Münster
AK 2: Nichtintendierte Wirkungen von Strafe und Kontrolle
Prof. Dr. Bernd DOLLINGER, Universität Siegen
Dr. Philipp SCHULTE
Moderation: Prof. Dr. Brigitta GOLDBERG, EvH R-W-L Bochum
AK 3: Einsichten in den Jugendstrafvollzug NRW
Rebecca LOBITZ, KrimD NRW
Dr. Holger SCHMIDT, TU Dortmund
Moderation: Johanna BEECKEN, Universität Köln
AK 4: Kooperation und Professionalität – Haus des Jugendrechts
Natalie MEHRFERT & Petra WERNER, Haus des Jugendrechts Wiesbaden
Bernd HOLTHUSEN, DJI
Moderation: Matthias VOLLHASE, TU Dortmund
AK 5: Gesetz zur Stärkung derVerfahrensrechte von Beschuldigten im Jugendstrafverfahren (Bedeutung und erste Erfahrungen für die verschiedenen Berufsgruppen)
Bernd SCHULTE EVERSUM, Jugendrichter, AG Dortmund
Mira LOTZE, Staatsanwältin Dortmund
Jürgen KUßEROW, JuHiS Stadt Waltrop
POK Tilman WESELY,Polizeikommissariat Hannover-Ricklingen
Moderation: Klaus SCHMITZ

Fragen zur Organisation:
Christiane Löcke
Tel.: 0251 591 4559, sandra.meier@lwl.org

Fragen zu Inhalten:
Jutta Möllers Tel.: 0251 591 4561, jutta.moellers@lwl.org

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie das Anmeldeformular im Flyer oder die Onlineanmeldung unter:www.lwl.org/lja-download/fobionline