Das Gesetz zur Stärkung der Verfahrensrechte von Beschuldigten im Jugendstrafverfahren – Auswirkungen für die Praxis | Köln

02. Juni 2020

Datum der Veranstaltung:
02. Juni 2020

Veranstaltungsort:
Jugendherberge Köln-Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln

Anmeldeschluss:
10/03/2020

Teilnahmegebühr:
Jeweils EUR 95,- inkl. Verpflegung (EUR 80,- für DVJJ-Mitglieder)

Veranstaltungsnummer:
V 20/15

Mit dem Ende November 2019 zustande gekommenen „Gesetz zur Stärkung der Verfahrensrechte von Beschuldigten im Jugendstrafverfahren“ werden – mit erheblicher Verspätung – die Vorgaben der EU-Richtlinie 2016/800 über „Verfahrensgarantien im Strafverfahren für Kinder, die Verdächtige oder Beschuldigte in Strafverfahren sind“, in nationales Recht umgesetzt. Ergänzt werden die Regelungen durch das ebenfalls im November 2019 zustande gekommene „Gesetz zur Neuregelung des Rechts der notwendigen Verteidigung“. Beide Gesetze werden in Kürze in Kraft treten (Stand: Dezember 2019).

Für das Jugendstrafverfahren ergeben sich wesentliche Neuerungen u. a. im Bereich der Aufgaben der Jugendhilfe im Strafverfahren/Jugendgerichtshilfe, der Mitwirkung der Verteidigung, der Beteiligung der Eltern und der Bild-Ton-Aufzeichnung von Beschuldigtenvernehmungen.

Neben einer kompakten, berufsgruppenübergreifenden Darstellung der gesetzlichen Änderungen, die sich gleichermaßen an alle am Jugendstrafverfahren beteiligten Akteure richtet, findet ein moderierter Austausch über die konkreten Folgen für die verschiedenen Berufsgruppen in den verschiedenen Verfahrensstadien in getrennten Gruppen statt.

Seminarleitung:
Referentin dieser Fachtagung wird Frau Prof. Dr. Theresia Höynck, Vorsitzende der DVJJ, (Universität Kassel) sein. Der Austausch in den Berufsgruppen Polizei, Justiz und Anwaltschaft sowie Jugendhilfe im Strafverfahren wird moderiert von Hartmut Sartor (PP Mittelhessen RKI Gießen KK33, Bundesarbeitsgemeinschaft der Polizei), Lukas Pieplow (Rechtsanwalt, Bundesvorstand der DVJJ) und Brigitta Goldberg (Ev.Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Jugendhilfe im Strafverfahren).
Im Anschluss findet ein moderierter Austausch in den Berufsgruppen Polizei, Justiz und Anwaltschaft sowie Jugendhilfe im Strafverfahren statt.

Organisatorisches:
Sie sind herzlich eingeladen sich ab 09:00 Uhr anzumelden und den Begrüßungskaffee einzunehmen. Die Fachtagung beginnt um 10:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr. Für das leibliche Wohl ist während der gesamten Tagung gesorgt.

Den Tagungsort erreichen Sie in 4 Minuten fußläufig vom Bahnhof Köln-Deutz.

Ihre Teilnahmebescheinigung erhalten Sie, zeitnah nach der Tagung, auf dem Postweg.