Landesgruppe Saarland der DVJJ

Herzlich Willkommen auf der Webseite der Landesgruppe Saarland der DVJJ!

Seit mehr als 30 Jahren gibt es diese verhältnismäßig kleine, aber feine Landesgruppe des bundesweiten Fachverbands für Jugendstrafrecht und Jugendhilfe mit Sitz in Hannover, der im September 2017 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Die Landesgruppe besteht zur Zeit aus ca. 30 Mitglieder aus allen Berufsfeldern der Jugendstrafrechtspflege. Diese Vielfalt der Berufsfelder spiegelt sich auch im Vorstand der Landesgruppe wider, in dem nahezu sämtliche Berufsgruppen vertreten sind.

Die regelmäßigen Treffen finden in Abständen von ca. drei Monaten statt. Alle zwei bis drei Jahre veranstalten wir – alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen im Bereich des Jugendstrafrechts oder der Jugendhilfe tätigen Organisationen – eine Fachtagung zu einem Thema, das uns – meist gerade auch aus regionaler Sicht – einer genaueren Betrachtung wert ist.

Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit? Gibt es ein Thema aus den Bereichen des Jugendstrafrechts oder der Jugendhilfe, das Sie besonders interessiert oder das Sie (mit) voranbringen wollen? Besuchen Sie eine unserer offenen Sitzungen oder kontaktieren Sie uns per Mail: saarland@dvjj.de

Die Satzung der LG Saarland finden Sie hier in der aktuellen Fassung.

Kontakt

Sie möchten Fragen, Anregungen oder Wünsche an die Landesgruppe Saarland richten oder haben thematische Anregungen für Fachveranstaltungen? Melden Sie sich jederzeit gerne per Mail: saarland@dvjj.de

Der Vorstand

Am 12.06.2024 wurde der Vorstand neu- bzw. wiedergewählt.

Claus Richter
1. Vorsitzender
Chance e.V.

Peter Sander
2. Vorsitzender
Richter am Amtsgericht

Alexander Mannes
Schriftführer
Chance e.V.

Thomas Eggs
Kassenwart
Jugendhilfe im Strafverfahren, Landkreis Saarlouis

Gisela Fechter
Kassenprüfung
Verein zur Förderung der Bewährung- und Jugendgerichtshilfe Saarbrücken

Jennifer Schätzel
Kassenprüfung
Jugendhilfe im Strafverfahren, Regionalverband Saarbrücken

Jana Winter
Vorstandsmitglied
Diakonisches Werk, Neunkirchen

Susanne Reckel
Vorstandsmitglied
Jugendhilfe im Strafverfahren, Regionalverband Saarbrücken

Manuela Bauer
Vorstandsmitglied
Jugendhilfe im Strafverfahren, Landkreis St. Wendel

Vorstandssitzungen

Die kommende Vorstandssitzung findet am 21. April 2026 um 15.00 Uhr in den Räumlichkeiten von Chance e.V., Klausener Str. 18, 66115 Saarbrücken statt.

Die Vorstandssitzungen sind immer offen sowohl für Mitglieder, als auch für Nicht-Mitglieder. Die Termine werden rechtzeitig hier bekanntgegeben. Darüber hinaus sind wir vom Vorstand natürlich auch außerhalb der Vorstandssitzungen erreich- und ansprechbar und freuen uns über Anregungen, Ideen, Themenvorschläge, konstruktive Kritik, neue Mitglieder usw. Melden Sie sich jederzeit gerne per Mail: saarland@dvjj.de

Arbeitskreise

Innerhalb der Landesgruppe gibt es die Möglichkeit, in Arbeitskreisen zusammenzukommen. Aktuell existiert ein aktiver Arbeitskreis „Jugendhilfe im Strafverfahren“, der sich zwei- bis dreimal jährlich trifft.

Auf Initiative aus der Mitgliedschaft können darüber hinaus auch weitere Arbeitskreise eingerichtet werden. Wenden Sie sich dafür oder zum Kontaktaufbau zum Arbeitskreis „Jugendhilfe im Strafverfahren“ jederzeit gerne per Mail an den Vorstand: saarland@dvjj.de

Veranstaltungen der Landesgruppe Saarland

Vergangene Veranstaltungen

Am 08.11.2024 veranstalteten wir eine Fachtagung mit dem Thema

Kinder, Jugendliche, Heranwachsende im Focus – zwischen Lebenswirklichkeit und PKS

in der Sulzbacher „Aula“.

Die Veranstaltung war mit knapp einhundert Anmeldungen gut besucht, wobei – ungewöhnlich und gleichzeitig erfreulich – die Polizei die größte Anmeldegruppe gestellt hat.

Nach einem Grußwort des Staatssekretärs der Justiz Dr. Jens Diener, das mehr als das war und gewissermaßen bereits in die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen eingeführt hat, haben Bernd Holthusen vom Deutschen Jugend-Institut und Klaus Farin, Journalist, Autor, Verleger, Filmemacher und vieles mehr und seit Jahrzehnten Kenner der Jugendentwicklung(en) und der Jugendszene(n) zu dem Thema referiert und das Publikum hinsichtlich „veröffentlichter“ Kriminalitätsdaten und der verschiedenen Generationen-Bezeichnungen der Jugendlichen und Heranwachsenden nachdenklich gemacht.

Die Rückmeldungen von den Teilnehmer/Innen war durchgängig positiv.

Die Fachtagung am 12.07.2022 in Dillingen diente nach dem Ende der Corona-bedingten Einschränkungen dem Erfahrungsaustausch zu den Auswirkungen der Gesetzesänderungen im JGG 2019 sowie der Netzwerk-Neu-Bildung zwischen den beteiligten Berufsgruppen und Institutionen.

Wir hatten dabei alle am Jugendstrafverfahren beteiligten Berufsgruppen zum 12.07.2022 in die Stadthalle Dillingen zu einer Veranstaltung eingeladen, um uns über die Erfahrungen seit der im Dezember 2019 nach Vorgabe der EU-Kinderschutz-Richtlinie in Kraft getretenen umfassenden Neuregelungen im JGG auszutauschen und die durch die Reform bedingten veränderten Formen der (Zusammen-)Arbeit zu besprechen und zu verbessern. Ein solcher Austausch zwischen den Berufsgruppen/Beteiligten  auf regionaler Ebene – auch im Sinne einer Netztwerk-(Neu-)Bildung – war angesichts der Rückmeldungen aus den verschiedenen Bereichen und offensichtlich vorhandener Unsicherheiten hinsichtlich des Umgangs mit den neuen Anforderungen nach unserer Ansicht dringend notwendig.

Nach einem Grußwort des Staatssekretärs der Justiz, statements aus den Berufsgruppen und der Erarbeitung und Vorstellung Landkreis-bezogener Übersichten über jeweils vorhandene Hilfs-Angebote  bestand die Möglichkeit des „saarlandweiten“ Austauschs zwischen den Teilnehmer/Innen.

Die Rückmeldungen aus den Berufsgruppen über die Möglichkeit, mal wieder regional „über den Tellerrand zu schauen“, waren durchweg positiv.

In 2016 haben wir eine eintägige Fachtagung mit dem Titel

Der ganz normale Wahnsinn…? Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung junger Menschen – Konsequenzen für die berufliche Praxis

organisiert, zu dem wir zwei renomierte Referenten eingeladen haben. Die Tagung fand am 20.06.2016 in den Räumlichkeiten des Jugendamtes in Neunkirchen statt.

Herr Dr. Michael Hipp, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes in Hilden, hat unter dem Titel „Trauma und Persönlichkeitsentwicklung“ über die Beziehung von psychisch kranken Eltern zu ihren Kindern und die Folgen für die Entwicklung der Kinder referiert, und die betreffenden Auswirkungen mit zahlreichen Beispielen anschaulich belegt.

Frau Dr. Petra Schwitzgebel, langjährige Mitarbeiterin am Institut für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie der Universität des Saarlandes und seit vielen Jahren auch als Sachverständige zur Beurteilung von Schuldfähigkeit und strafrechtlicher Verantwortlichkeit im Jugendstrafrecht tätig, hat die neuesten wissentschaftlichen Erkenntnisse über die Hirnentwicklung junger Menschen dargelegt.

Die Tagung fand großen Anklang, es waren 150 Anmeldungen aus allen im Jugendstrafrecht und der Jugendhilfe tätigen Berufsgruppen eingegangen.

Gewalt von Kindern und Jugendlichen – Eine interdisziplinäre Diskussion

26.05.2011, 18.30 Uhr, HTW, Campus Rastpfuhl

Experten diskutieren über Gewalt von Kindern und Jugendlichen

Franz Herz-Bauer, (Koordinator des Facharbeitskreises „Mediation“ der Landeshauptstadt München), Birgit Brehmer-Pöppel (Mediatorin, Lehrerin an der Städtischen Anne-Frank- Realschule München), Rudolf Stroetmann (Dipl.-Päd., Familien-Therapeut, Fachbereichsleiter für Schulsozialarbeit und Jugendhilfe, Margaretenstift Saarbrücken), Martin Hoffmann (Stellvertretender Landesvorsitzender des DVJJ, Polizei Dillingen) und Sandra Giesemann, M.A. (Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Master of Criminology and Police Science)
Die Aula am Campus Rastpfuhl war bis auf den letzten Platz besetzt.

Onlineveröffentlichung der HTW-Saarbrücken, Prof. Kraimer, Franz Herz-Bauer, (Koordinator des Facharbeitskreises „Mediation“ der Landeshauptstadt München), Birgit Brehmer-Pöppel (Mediatorin, Lehrerin an der Städtischen Anne-Frank- Realschule München), Rudolf Stroetmann (Dipl.-Päd., Familien-Therapeut, Fachbereichsleiter für Schulsozialarbeit und Jugendhilfe, Margaretenstift Saarbrücken), Martin Hoffmann (Stellvertretender Landesvorsitzender des DVJJ, Polizei Dillingen) und Sandra Giesemann, M.A. (Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Master of Criminology and Police Science)
Die Aula am Campus Rastpfuhl war bis auf den letzten Platz besetzt.

Am 26. Mai 2011 lud der Landesverband Saarland des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. (DKSB), die Landesgruppe Saarland der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) und die HTW zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gewalt von Kindern und Jugendlichen“ in die Aula der HTW am Campus Rastpfuhl ein. Initiiert wurde diese von Seiten der HTW durch Sandra Giesemann, M. A., Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät für Sozialwissenschaften.

Zielgruppe waren neben Jugendlichen, Eltern und Studierenden, Beschäftigte aus den Bereichen soziale Arbeit, Erziehung, Polizei und Justiz. Ein Vorbericht in der Saarbrücker Zeitung informierte die Öffentlichkeit und machte neugierig. Sehr groß war dementsprechend das Interesse; der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.
Im Anschluss an die Begrüßung durch die stellvertretende Landesvorsitzende des DKSB, Elisabeth Geiger, und den Vorsitzenden der DVJJ-Landesgruppe Saarland, Thomas Eggs, sowie durch HTW-Professor Dr. Klaus Kraimer folgte ein Impulsreferat von Prof. Dr. Günther Deegener, Landesvorsitzender des DKSB.

Das Thema „Gewalt von Kindern und Jugendlichen“ wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert. Durch die Moderation der Leiterin des Jugendamtes des Regionalverbandes Saarbrücken, Uschi Biedenkopf, und die fachlichen Ausführungen der Podiumsmitglieder entstand im Laufe der ca. zweistündigen Veranstaltung eine rege Diskussion.

„Welche Ursachen hat delinquentes Handeln bei Kindern und Jugendlichen?“, und vor allem „Wie kann, in Zusammenarbeit mit den anwesenden Disziplinen, delinquentem Handeln von Kindern und Jugendlichen vorgebeugt werden? Welche Handlungsalternativen gibt es für Kinder und Jugendliche?“, waren grundlegende Fragen, die im Laufe der Veranstaltung diskutiert und mit Hilfe von Beiträgen der Podiumsmitglieder erörtert und aus fachlich fundierter Sicht dargestellt wurden. Eine einfache Antwort auf diese Fragen gibt es nicht, jedoch zeigte sich einmal mehr, wie bedeutsam die Kooperation von sozialer Arbeit, Schule, Polizei, Justiz und Eltern ist.

Sandra Giesemann, M.A., erörterte aus sozialwissenschaftlicher Sicht, welche Faktoren dazu beitragen können, dass Kinder und Jugendliche delinquent werden. Dass ein einzelner Faktor oftmals nicht alleine Auslöser für abweichendes Verhalten ist, wurde auch durch die Beiträge der anderen Podiumsmitglieder bestätigt. Wichtig wird auch in Zukunft sein, präventiv zu handeln, Kinder und Jugendliche in Problemlagen aufzufangen und ihnen andere Wege – als die der Gewalt – aufzuzeigen. Daher wurde bereits am Ende dieses Abends vorgeschlagen, die Kommunikation und Kooperation zwischen den einzelnen Disziplinen aufrechtzuerhalten und durch die Unterstützung der HTW weiter auszubauen.

Zum ersten Mal veranstalten die beiden Landesgruppen Rheinland-Pfalz und Saarland eine gemeinsame Fachtagung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Trier mit dem Titel

Jugend heute: Bedroht oder bedrohlich?

Die Fachtagung fand vom 11.05. – 13.05.2011 statt.

Straftaten und Straftäter „ohne Grenzen“

Fachtagung in der Europäischen Akademie Otzenhausen vom 27. bis einschl. 28.10.2008 des Vereins zur Förderung der Bewährungs- und Jugendgerichtshilfe im Saarland e.V.