Landesgruppe Sachsen der DVJJ

Wer sind wir?

Die Landesgruppe Sachsen:

  • vereinigt Interessierte aus unterschiedlichen Berufsgruppen, die sich mit den Themen der Jugendkriminalrechtspflege und der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigen
  • ist im Bundesverband der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e. V. (DVJJ) organisiert

Was tun wir?

Die Landesgruppe Sachsen:

  • fördert die Zusammenarbeit aller mit der Jugendkriminalrechtspflege und Kinder- und Jugendhilfe befassten Professionen
  • kooperiert mit Institutionen, öffentlichen Trägern, Hochschulen, Verbänden und Vereinen
  • veranstaltet Fachtagungen, Fortbildungen und alle drei Jahre den Sächsischen Jugendgerichtstag
  • unterrichtet regelmäßig über Entwicklungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Jugendkriminalrechtspflege und der Kinder- und Jugendhilfe

Wie finanzieren wir uns?

Die DVJJ Landesgruppe Sachsen finanziert sich aus Spenden und Bußgeldern. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten dafür sorgen könnten, dass uns Gelder zufließen. Der Eingang wird umgehend bestätigt.

Bankverbindung: DVJJ Landesgruppe Sachsen
IBAN: DE89 8505 0100 3000 0258 54
BIC: WELADED1GRL
Sparkasse Niederlausitz – Oberschlesien

Wofür lohnt es sich, der DVJJ beizutreten?

Die DVJJ:

  • ist die kompetente Ansprechpartnerin und Interessenvertreterin in allen Belangen der Jugendkriminalrechtspflege und der Kinder- und Jugendhilfe
  • bietet Gesprächsplattformen zum fachlichen Austausch
  • gewährt ihren Mitgliedern Ermäßigungen auf die jährlich organisierten Fachtagungen auf Bundes- und Landesebene und auf Publikationen
  • stellt allen Mitgliedern die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) zur Verfügung

Die Satzung der LG Sachsen finden sie hier in der aktuellen Fassung.

Kontakt

Sie möchten Fragen, Anregungen oder Wünsche an die Landesgruppe Sachsen richten? Melden Sie sich jederzeit gerne per Mail: sachsen@dvjj.de

Der Vorstand

Prof. Dr. Volker Krause
Vorsitzender
Professor für Soziale Arbeit, Duale Hochschule Sachsen

Ruben Franzen
stellvertretender Vorsitzender
Jugendrichter Amtsgericht Eilenburg

Till Winkler
stellvertretender Vorsitzender
Sachgebietsleiter Jugendhilfe im Strafverfahren Dresden

Dana Damm
Schriftführerin
Jugendhilfe im Strafverfahren Zwickau

Susann Oberländer
Schriftführerin
Jugendhilfe im Strafverfahren Vogtlandkreis

Sandra Bochmann
Kassenwartin
Jugendhilfe im Strafverfahren Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Beirat

Anja Hentschel
Teamleitung NAM AWO Chemnitz

Anke Schubert
Ambulante Maßnahmen Hillersche Villa e.V.

Daniela Siegert
Jugendhilfe im Strafverfahren Zittau

Elvira Eifler
Ambulante Maßnahmen Internationaler Bund

Melanie Peukes
Sachgebietsleiterin Jugendhilfe im Strafverfahren Görlitz

Yvonne Kaltenbrunn
Jugendhilfe im Strafverfahren Bautzen

Matthias Ketzer
Rechtsanwalt

Torsten Metzner
Jugendgerichtshilfe Chemnitz

N.N.
Jugendhilfe im Strafverfahren Leipzig

Veranstaltungen der Landesgruppe Sachsen

Vergangene Veranstaltungen

„K/Ein Zugang!?“ Wie kann oder sollte ich Jugendliche professionell erreichen? Wie können oder sollten wir in unseren eigenen institutionellen Rollen miteinander kommunizieren?

18. September 2025, Chemnitz


Von Bullenschweinen und Sozialsofties – Zum Verhältnis von Polizei und Sozialer Arbeit

Prof. Dr. Marcel Schöne
Professor für Kriminologie, Hochschule der Sächsischen Polizei

Prof. Dr. Marcel Schöne von der Hochschule der Sächsischen Polizei analysierte in seinem Vortrag das Verhältnis von Polizei und Sozialer Arbeit. Zunächst wurde verdeutlicht, dass beide Berufsgruppen mit der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung befasst und dabei häufig mit vielfältigen sozialen Problemlagen konfrontiert sind. Daran anschließend stellte Professor Schöne sehr anschaulich und lebendig dar, in welcher Weise sich die spezifischen Zielsetzungen und Handlungsmuster beider Professionen, aber auch das jeweils habitualisierte Selbstverständnis grundlegend unterscheiden. Während die Polizei für Kontrolle und eine umgehende Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols steht, fokussiert Soziale Arbeit auf Hilfe, Unterstützung und Vertrauen. Die daraus erwachsenden Differenzen führen in der Praxis zu vielfältigen Spannungsfeldern, welche die Zusammenarbeit und Kooperation beider Professionen maßgeblich erschweren. Zum Abschluss des Vortrages entfaltete der Referent einige mögliche Denkfiguren, die im praktischen Handeln zur Verbesserung der Zusammenarbeit beitragen könnten.

In dem am Nachmittag stattfindenden Workshop nahm die Arbeitsgruppe den Faden des Vortrags auf. Die Teilnehmenden gaben vielfältige Einblicke in ihre persönlichen Kooperationserfahrungen zwischen den Berufsgruppen Polizei und Sozialarbeit. Anhand dieser Beispiele wurden u.a. institutionelle Rahmenbedingungen und vielfältige Rollenerwartungen und –prägungen diskutiert. Als hilfreich für die Überwindung berufsgruppenbedingter Stereotype zeigte sich die Pflege persönlicher Kontakte. Der deutliche Wunsch beider Berufsgruppen nach guten Zugängen zueinander mündete in konkreten Umsetzungsideen wie gemeinsame Aus- und Fortbildung, weitere Forschung und den Ausbau interprofessioneller Zusammenarbeit.

(Volker Krause)


Jugendhilfe: Profis in der Beziehungsgestaltung, oder?

Daniela Kundt
Teamleiterin Ambulante Maßnahmen der Jugendhilfe im Strafverfahren, Stadt Stuttgart

Im Vortrag von Frau Daniela Kundt bekamen die Teilnehmenden einen Input zum Thema „Jugendhilfe: Profis in der Beziehungsgestaltung, oder?“. Neben Einblicken in die Aufgaben und Arbeitsweisen der JuHiS sowie die Kooperation mit Polizei und Justiz hob das Fazit die Akzeptanz, Freiwilligkeit und Partizipation als Zugangsbasis zu den jungen Menschen hervor – dies bedeute Vertrauen, Zeit, Geduld, Interesse und Niedrigschwelligkeit.

In dem von Frau Kundt geleiteten Workshop wurde sich mit Fragen nach den Hürden für junge Menschen und deren Abbau auseinandergesetzt. Mitarbeitende aus der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie Justiz diskutierten rege über mögliche Zugänge zu jungen Menschen und deren Erleichterung. So wurde eine frühzeitige Einbindung der Jugendhilfe im Strafverfahren als zielführend benannt, z. B. durch deren Teilnahme an der polizeilichen Beschuldigtenvernehmung. Die Einladungsschreiben sollten regelmäßig reflektiert werden, u. a. könnte mittels KI eine Übersetzung in einfache Sprache bspw. für junge Menschen mit Sprachbarrieren erstellt werden. Ebenfalls ein wohnortnaher Beratungsort, indem die jungen Menschen zu den freien Trägern eingeladen werden, ergab sich als Zugangsmöglichkeit im ländlichen Raum. Resümierend wurde eine technische Weiterentwicklung bei öffentlichen Trägern als auch die Nutzung mehrerer Kanäle wie Bezugspersonen oder Rechtsanwälte (bei vorheriger Klärung des Datenschutzes) als hilfreich erachtet.

(Susann Oberländer)


Martina Flade
Rechtsanwältin, ehemals Staatsanwältin und Jugendrichterin

Martina Flade, ehemalige Staatsanwältin und Jugendrichterin und nun freiberufliche Rechtsanwältin, sprach über ihre persönlichen Erfahrungen, erfolgreiche Zugangswege zu jungen Menschen über die ihnen vertrauten sozialen Medien zu eröffnen. In ihrer Freizeit klärt sie als Influencerin auf verschiedenen Kanälen über den Richterberuf auf und vermittelt juristisches Wissen an die breite Öffentlichkeit. Frau Flade akzentuierte die Bedeutung sozialer Medien als elementarer Sozialisationsraum und Quelle für Unterhaltung, Nachrichten und Wissen, besonders für die Jugend. Die Akteure (Influencer?) dieser Kanäle können oft den Status von Vertrauenspersonen erlangen, was die Hemmschwelle zur ersten informellen Kontaktaufnahme mindern und als Türöffner für eine Zusammenarbeit wirken kann. Der Vortrag lieferte anregende und ermutigende Impulse, diese (noch) wenig genutzten alternativen Zugangswege einzubeziehen.

Im anschließenden Workshop hat sich die Arbeitsgruppe vertieft mit dem Thema »Sozial Media« auseinandergesetzt. Zunächst wurde über die mögliche(n) Zielgruppe(n) eines behördlichen Social-Media-Profils nachgedacht. Dabei wurde vor allem der Vorteil einer günstigen (niederschwelligen) Erreichbarkeit über Kanäle, die die Jugendlichen und Heranwachsenden ohnehin bevorzugt und ausgiebig nutzen, gesehen. Vorstellbar wäre jedenfalls ein Angebot, das als Aushängeschild zur Kontaktaufnahme funktioniert. Selbstverständlich sind die Regeln des Datenschutzes einerseits und die Vorgaben der Behördenleitung andererseits einzuhalten.

(Anke Schubert)


Podiumsbeitrag: Strafvollzug in freien Formen I Restorative Justice I Ambulante Maßnahmen für straffällig gewordene Jugendliche

Franz Steinert und ehemalige Bewohner des Strafvollzugs in freien Formen
Seehaus Leipzig

Der abschließende Beitrag des Seehaus e.V. bot einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit des Vereins, der seit 2011 in Sachsen einen Strafvollzug in freien Formen anbietet. Durch gemeinsames Leben, Arbeiten und soziales Training werden hier junge Männer zu Verantwortungsübernahme und konstruktiver Teilhabe an der Gesellschaft befähigt.

Zwei ehemalige Bewohner des Projekts gaben den Teilnehmenden des Sächsischen Jugendgerichtstages authentische Einblicke in den Lebensweg junger Straftäter – von der Kriminalität bis hin zur Rückkehr in den Alltag mit Unterstützung des Seehaus e.V. Ihre Beiträge verdeutlichten, wie wichtig Respekt und Verständnis für eine gelingende Kommunikation sind, insbesondere im Kontext von Prävention und Resozialisierung.

Aufbauend auf der Frage, wie eine gewinnbringende Kontaktaufnahme mit straffällig gewordenen Jugendlichen und jungen Heranwachsenden gestaltet werden kann, lag der Fokus des anschließenden Workshops auf klaren Kommunikationswegen. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und Missverständnisse zu vermeiden. Das Ergebnis manifestierte sich eindeutig: Nur gemeinsames Handeln ermöglicht eine Perspektive jenseits der Straftat – hin zu Verantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe.

(Dana Damm)

„Strafst du noch oder erziehst Du schon?“ Generationenwandel im Teufelskreis der Steuerungsverantwortung

13. Juni. 2024, Chemnitz

Als eine zentrale Fachtagung richtete sich diese Veranstaltung an sämtliche Berufsgruppen, die am Jugendstrafverfahren mitwirken, die mit straffällig gewordenen jungen Menschen arbeiten oder sich wissenschaftlich mit Fragen der Jugendkriminalität und dem gesellschaftlichen Umgang damit befassen. Ziel der Tagung war es, den sich – insbesondere auch im Freistaat Sachsen – vollziehenden Generationenwandel unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven und transdisziplinärer Zugänge mit Vertretern der Wissenschaft sowie mit Praktikern der unterschiedlichen Professionen und Arbeitsfelder im Bereich der Jugendstrafrechtspflege zu reflektieren und zu diskutieren.

Mit mehr als 100 engagierten Teilnehmenden fand die Veranstaltung eine hohe Resonanz und bot eine vielversprechende Plattform für den transdisziplinären Diskurs zu verschiedenen generationalen Veränderungsprozessen rund um das Spannungsfeld von Strafe und Erziehung.

Referate, die aufeinander aufbauten…

Bernd Holthusen vom Deutschen Jugendinstitut referierte in seinem Eröffnungsvortrag über relevante Veränderungsprozesse im Bereich der Jugendstrafrechtspflege und zeigte dabei insbesondere Entwicklungstendenzen und sich daraus ableitende Herausforderungen für das Handlungsfeld der Jugendhilfe auf.

Daran anschließend setzten sich Profin. Dr. Sabine Riegel von der Berufsakademie Sachsen und Dr. Marcel Schweder von der TU Dresden unter Bezugnahme auf theoretische Konstrukte und empirische Befunde mit dem »fuzzy concept« der Punitivität sowie mit Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Punitivitätserwartungen von künftigen Sozialarbeitenden in der Hochschulausbildung im Freistaat Sachsen auseinander.

Prof. Dr. Marcel Schöne von der Hochschule der Sächsischen Polizei beleuchtete in seinem Vortrag die grundlegende Rolle der Polizei im System der Instanzen formeller Sozialkontrolle. Hierbei wurden sowohl deren originäre Zuständigkeiten als Exekutive im Allgemeinen als auch die Besonderheiten im Kontext des Jugendstrafrechts berücksichtigt. Darüber hinaus illustrierte der Referent auf amüsante Weise die funktionalen und habituellen Merkmale des gesellschaftlichen Funktionssystems »Polizei« sowie deren besondere Positionen im transdisziplinären Feld als »Gatekeeper im System des Jugendstrafrechts«.

Prof. Constanze Geiert von der Hochschule Meißen (FH) näherte sich in ihren Ausführungen den Fragen, inwiefern die in den Arbeitsmarkt einmündende Generation bereit und in der Lage ist, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Hierbei zeichnete sie entgegen alltagstheoretischen Annahmen ein eher optimistisches Bild. Darüber hinaus wurde unter Bezugnahme auf aktuelle Befragungsergebnisse des Sachsen-Monitors ein Überblick über das gesellschaftliche und politische Stimmungsbild im Freistaat Sachsen dargestellt.

Zusammenfassung und ein großes Dankeschön…

Der Tagungsablauf erwies sich als kurzweilig und gut strukturiert. Er gestaltete sich durch vielfältige inhaltliche Impulse abwechslungsreich und zugleich fachlich anspruchsvoll. Die Moderatoren Volker Krause und Benjamin Reichel führten souverän durch das Programm. In den Pausen zwischen den Vorträgen boten sich für die Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Netzwerkarbeit. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete letztendlich eine spannende und lebhaftePodiumsdiskussion, bei der auch die Praktiker der verschiedenen Professionen die Gelegenheit hatten, sowohl anstehende Fragen als auch eigene Erfahrungen und Gedanken in den Diskussionsprozess einzubringen.

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern des Kraftwerk e.V. Chemnitz, aber vor allem auch den Mitstreitern im Organisationsteam der DVJJ-Sachsen, welche durch ihre engagierte Arbeit das Gelingen der Veranstaltung erst ermöglichten. Dank der engagierten Vorbereitung und der exzellenten Vorträge wurde die Veranstaltung zu einem inspirierenden und bereichernden Event. Mit Spannung und Zuversicht freuen wir uns auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit bei der Initiierung künftiger Fachveranstaltungen.


Mitgliederversammlung

Im Anschluss an den 10. Jugendgerichtstag wurde eine Mitgliederversammlung der DVJJ-Landesgruppe Sachsen durchgeführt. In dieser wurden satzungsgemäß der Vorstand und der Beirat für das Jahr 2024/2025 gewählt. Folgende Personen werden künftig die Interessen der Landesgruppe vertreten:

Vorstand:

  • Ruben Franzen (Vorsitzender)
  • Roland Sängerlaub (1. Stellvertreter)
  • Prof. Dr. Volker Krause (2. Stellvertreter)
  • Daniela Siegert (Schatzmeisterin)
  • Benjamin Reichel und Till Winkler (zu je 50 % Schriftführung)

Erweiterter Vorstand (Beirat):

  • Dana Damm (JGH Zwickau)
  • Sandra Bochmann (JGH LK Pirna)
  • Susann Oberländer (JGH Vogtlandkreis)
  • Torsten Metzner (JGH Chemnitz)
  • Anja Hentschel (Sozialarbeiterin bei der AWO Chemnitz)
  • Melanie Peukes (JGH – SGL Landkreis Görlitz)
  • Martina Flade (Richterin am AG Chemnitz)

Kassenprüfung:

  • Elvira Eifler (Sozialarbeiterin beim Internationalen Bund Löbau)

„Achtung Baustelle! Jugendliche haften für ihre Eltern – Elternarbeit im Jugendalter“

23. Juni 2023, Chemnitz

Über die eigene professionelle Verantwortlichkeit in der Zusammenarbeit mit dem System Familie informierten sich am 23.06.2023 in Chemnitz Interessierte unterschiedlicher Professionen in unserer Fachveranstaltung in der wir den Fokus auf Eltern, die im Alltag mit ihrem Nachwuchs unterschiedliche Identitäten ausfüllen und neben der Lösung eigener Anforderungen erzieherische Verantwortung übernehmen.

Ausgehend von variablenorientierten Ansätzen beleuchtete Prof. Dr. Volker Krause (Internationale Hochschule Erfurt) in einem einführenden Impulsvortrag unter dem Titel „Eltern und Entwicklung“ verschiedene familienkulturelle und familienstrukurelle Bedingungsfaktoren, die mit problematischen Entwicklungsverläufen im Zusammenhang stehen. Neben etwaigen Risiken wurden hierbei insbesondere auch familiäre Ressourcen und protektive Potenziale von Familiensystemen in den Blick genommen. Weiterhin skizzierte er die sich im Entwicklungsverlauf verändernde Rolle der Eltern im Spannungsfeld von Bindung und Autonomie und leitete daraus sowohl die notwendigen Voraussetzungen als auch die Bedeutung sowie zentrale Zielstellungen für die Arbeit mit Eltern auffälliger Adoleszenten ab.

„Ohne Sie geht gar nichts!“ war Kern der Abhandlung von Frau Klippstein und Herrn Schäfer vom Institut für genderreflektierte Gewaltprävention aus Berlin. Skizziert wurden Rahmenbedingungen ihres Projekts TESYA® zu lösungsorientierten Ansätzen eines Anti- Gewalttrainings für Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Herkunftsländern und direkte Einbeziehung der Eltern in diesem Prozess. Im Mittelpunkt steht die ressourcenorientierte Arbeit mit Eltern und Kinder unter Einbeziehung weiterführender Sozialbezugssysteme. Informiert wurde über interkulturelle Ansätze, kultursensibles Arbeiten und vom erzieherischen Ansatz auf Grundlage der Wertvorstellungen der Eltern und ihren Kindern, die ihren Alltag zum Teil in unterschiedlichen Lebenswelten verbringen. Meist ist die Krise der Ansatz und oft zu beobachten, wenn das Thema vom Tisch ist oder der junge Mensch sich in Haft befindet, vielleicht auch aus Resignation, der Bedarf an Unterstützung sinkt. Eine wissenschaftliche Evaluation über die Wirksamkeit ihrer Arbeit erfolgte bisher noch nicht und wäre ein spannendes Thema für Masterarbeiten o.ä.

Über ihre Elternarbeit mit traditionell muslimischen Familien berichteten Herr Abbas und Herr Conzendorf vom Verein Inpeos e.V. Chemnitz. Familienkonzepte und -systeme dieses Kulturkreises, alltägliche Gepflogenheiten im Umgang miteinander, die Rolle des Verantwortlichen der Familie (Ältester, Verwandter oder gewählter Vertrauter) und dessen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang von Konflikten, die innere Zerrissenheit bei der Identitätsfindung und Angebote zur Unterstützung, auch als Brückenbauer sich unserem Kulturkreis anzunähern, waren neben Finanzierungsmöglichkeiten einiger Projekte Themen, die den Blick auf die Ausgestaltung von Hilfen schärften. Der Wunsch, sich über die interkulturelle Arbeit mit Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern auszutauschen, wurde von den Anwesenden signalisiert.

Über gelingende Elternarbeit straffällig gewordener junger Menschen, berichteten Kerstin und Bert Stark, Jugendgerichtshelfer im Jugendamt der Stadt Dresden.  Als Angebot zur Kriminalitätsbegrenzung und Prävention leistet jeder Mitarbeiter der Jugendhilfe im Strafverfahren in Dresden neben seiner eigentlichen Arbeit, einen zusätzlichen Auftrag. Aus einer Selbsthilfegruppe für Eltern wurden, weil zielorientierter und erfolgversprechender, individuellen Elterngespräche mit jeweils einem Sozialarbeiter als Coach. Fragestellungen zur Herkunft des jungen Menschen, der Welt der Kinder und Eltern, der Rolle der Eltern in ihrer Familie (Eltern, Paar, Elternwohngemeinschaft…) leiten sie in ihrer Arbeit. Themen die emotional sehr berühren und neben der fachlichen Ebene viel Vorstellungskraft über erlebte belastende Situationen verlangen, stehen dabei im Mittelpunkt ihrer Begleitung. Nicht nur junge Menschen, auch Eltern verändern sich. Die Erwartungshaltungen an die Eltern sind Selbstehrlichkeit, Selbstreflektion und Veränderungsbereitschaft. Die Rückführung in die Elternrolle bzw. -verantwortung mit dem Gefühl von Wertschätzung sind Ziel.  Ihre abschließende Erzählung über „die Geburt eines Schmetterlings aus seinem Kokon“ schwingt noch immer nach. Sie vermittelte die Botschaft, dass jeder seine Steine auf dem Weg benötigt, um lebensfähig zu werden. Anstrengung und eigene Kraft sind dazu unerlässlich.

In angenehmer Atmosphäre gelang in den Räumen der Zentralbibliothek im „DAS TIETZ“, Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz ein interessanter, konstruktiver und anregender Austausch, der in einer gewinnbringenden Zusammenarbeit zwischen der Landesgruppe der DVJJ – Sachsen und der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V. (AGJF) / Projekt Connect initiiert wurde. Ein besonderer Dank gilt allen Akteuren vor und hinter den Kulissen, die maßgeblich zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

„Weshalb geht ein junger Mensch nicht mehr zur Schule?“ war eine der Fragen, mit der sich Teilnehmer unserer Fachtagung

„Kein Bock auf Schule – Strafen oder Projekte gegen Schulabstinenz?“

am 23. September 2022 in Leipzig befassten.

Zum Einstieg in dieses Thema gab es interessante Einblicke aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Herr Dr. Ingo Blaich vom Zentrum für Qualitätsanalyse an der Technischen Universität in Dresden präsentierte Ergebnisse der 4. Dresdener Kinder- und Jugendstudie. Danach gehen wohl die allermeisten Schülerinnen und Schüler mehr oder weniger gern zur Schule. Auch wenn diese mit wachsenden Anforderungen zunehmend Stress erzeugt. Und obwohl unangenehme Erfahrungen, insbesondere Hänseleien, durchaus zum Schulalltag zu gehören scheinen. Dauerhaftes Schulschwänzen ist danach die seltene Ausnahme – auch wenn sich bei denjenigen der rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung, die mit dieser Problematik von Berufswegen konfrontiert sind, leicht ein anderer Eindruck einstellen kann.

Frau Dr. med. Antje Thomas von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Helios Park-Klinikums Leipzig sprach zu Formen, möglichen Ursachen und Hintergründen von Schulabstinenz. Fallbeispiele aus ihrer Ambulanz und Tagesklinik veranschaulichten die doch sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen hartnäckiger Schulverweigerung, der bisweilen tiefgreifende Ängste zugrunde liegen, oder familiären Abhängigkeiten, oder ein Modell fehlender Anreize. Die meisten ihrer Behandlungsansätze beziehen daher das familiäre Umfeld mit ein.

Von einer ganz anderen Herangehensweise berichteten der Leiter der Werk-Statt-Schule Chemnitz, Herr Daniel Arnold. Der Versuch der Reintegration in den „normalen“ Schulbetrieb sei oft illusorisch. Dennoch ist es für die jungen Menschen, die dort alternativ beschult werden, für ihr weiteres Leben wichtig, Selbstwirksamkeit und Bestätigung zu erfahren, um ihr eigenes Leben künftig eigenverantwortlich gestalten zu lernen. Auch wenn der in unserer Gesellschaft geforderte Schulabschluss bisweilen erst Jahre später – oder gar nicht – erworben wird.

Das Projekt TAKE OFF der Zukunftswerkstatt e.V. Leipzig, das die Leiterin Frau Anja Sens anschaulich vorstellte, arbeitet mit vergleichbaren Einsichten und Ansätzen. Wichtig ist die Ausrichtung auf Praxis, die es ermöglicht, positive Erfahrungen zu sammeln.

Dabei ist es wichtig, auf schulvermeidendes Verhalten schnell und fachlich zu reagieren. Das Modell, wie in Dresden mit entsprechenden Ordnungswidrigkeitsanzeigen umgegangen wird, wurde deshalb aus zwei Perspektiven vorgestellt. Frau Anna Rost vermittelte die Aufgabe, die sich der Jugendhilfe im Strafverfahren stellt, wenn es darum geht, möglichst frühzeitig und differenziert auf „Schwänzen“ zu reagieren. Im Vordergrund steht eine „Kurz-Diagnose“. Und Frau Nadja Schindler vom Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk e.V. vermittelte uns dann, was dies in der praktischen Umsetzung heißen kann.

Unter der Moderation von Prof. Dr. Volker Krause nutzten im anschließenden Podium alle Beteiligten die Möglichkeit zu einem vertiefenden Ideenaustausch.

Herzlich danken wir dem Soziokulturellen Zentrum „Die Villa“ in Leipzig für die Bereitstellung ihrer Tagungsstätte.

Mehr als 75 Gäste konnten wir am 20. Juni 2019 in Leipzig zur Fachtagung,

„EU –Richtlinie 2016/ 800 – Folgen für die Praxis“

begrüßen.

Bei der zuvor durchgeführten offenen Mitgliederversammlung der Landesgruppe Sachsen der DVJJ wurde Rechenschaft über die Arbeit des Vorstands und Beiratsunserer Landesgruppe abgelegt und der neue Vorstand gewählt. Herzlich dankten alle Anwesenden Mitglieder und Gäste für die geleistete Arbeit, der vergangenen Jahre, die sich oft um die Organisation und Durchführung von Fachveranstaltungen für unser interdisziplinäres Aufgabenfeld drehten und die Abgabe von fachlichen Stellungnahmen z.B. zum Sächsischen Schulgesetz und dem Sächsischen Jugendarrestvollzugsgesetz beinhalteten.

Fast zwanzig Jahre hatte Beatrix Berger die Fäden für die Finanzen unserer Landesgruppe in der Hand. Auf eigenen Wunsch scheidet sie aus dem Vorstand. Wir danken ihr herzlich für ihr Wirken, ihren genauen Blick auf das zu verwaltende Geld des Vereins, den nötigen Abrechnungen und Rechenschaftslegungen, egal wohin.

Dem neuen Vorstand und Beirat wurde für die nächste Legislatur (2019 bis 2022) das Vertrauen ausgesprochen. Ihm gehören Ruben Franzen, Anja Hentschel, Daniela Siegert, Roland Sängerlaub, Karin Würden, Rainer Mollik, Dr. Peter Schäffer, Axel Markgraf und Torsten Metzner an. Weitere Beiratsmitglieder werden noch kooptiert.

An der Durchführung eines nächsten Jugendrichtstages halten wir fest. Aufträge aus dem Kreis der anwesenden Mitglieder und Gäste an den Vorstand und Beirat bezogen sich u.a. auf die Vergleichbarkeit der Zusammenarbeit aller Professionen mit der Jugendhilfe im Strafverfahren und auf das Thema Wertersatz, was viel Unsicherheit in der Arbeit mit straffällig gewordenen jungen Menschen in sich birgt.


Nahtlos befassten wir uns mit einem wichtigen Thema, der EU –Richtlinie 2016/ 800 – Folgen für die Praxis. Sehr anschaulich, unterhaltsam und mit vielen eigenen Erfahrungen bei der Mitwirkung in unterschiedlichen Gremien zur Erarbeitung und Prüfung von Möglichkeiten zur Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht, erörterte unsere Vorsitzende der DVJJ, Frau Prof. Dr. Theresia Höynck, von der Universität Kassel geschichtliche und rechtliche Zusammenhänge der für 28 Staaten geltenden Richtlinie, die in Deutschland seit dem 11.06.2019 in nationales Recht umgesetzt sein sollte und es noch immer nicht ist.

Mut machte sie uns, diese Richtlinie zum Anlass zu nehmen sich den Herausforderungen für die Praxis aller am Verfahren Beteiligten zu stellen und die bisherige Arbeit auf dem Prüfstand zu legen. Die den Teilnehmern zur Verfügung gestellte Dokumentation wird sicher weitere Impulse für das Erstellen oder Überarbeiten nötiger qualitativer Kriterien einer fachlichen Zusammenarbeit geben.

Abschließend warb Frau Höynck um die Mitgliedschaft in der DVJJ als interdisziplinären Interessenvertreter für alle in der Jugendstrafrechtspflege Tätigen und Interessierten der wir uns gern anschließen.

Unser herzlicher Dank gilt den Akteuren vor und hinter den Kulissen, damit diese Veranstaltung einen würdigen Rahmen fand.

Unser am 30.11.2018 organisierter Fachtag unter dem Motto

Sucht – wer sucht was?“

war gut besucht. Insgesamt meldeten sich 53 Personen an.

Anders als der Fachtag zum Thema „Crystal“ im Jahr 2014, ging es nunmehr um das Thema „Sucht“ im Allgemeinen und einen möglichen Arbeitsansatz mit den Adressaten.

Im ersten Teil gab uns Herr Lehmann (Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie) einen Überblick über „gebräuchliche“ Substanzen und Konsummuster von Jugendlichen. Er beschrieb die Besonderheiten der Symptomatik süchtigen Verhaltens im Jugendalter und benannte Probleme bei der Einleitung von notwendigen Behandlungen. Dabei beschränkten sich seine Ausführungen nicht nur auf illegale Drogen. Der Medienkonsum stand ebenfalls im Fokus der Ausführungen.

Im zweiten Teil stellte uns Frau Bunzel (MOVE-Trainerin; Stadtmission Chemnitz e.V., Ambulante Suchthilfe und Suchtprävention) das Konzept „MOVE“ vor. Hierbei handelt es sich um ein Frühinterventionskonzept für riskant suchtmittekonsumierende Jugendliche welches sowohl das Konsumverhalten von Suchtmitteln, als auch dessen Veränderung als einen dynamischen Prozess betrachtet. Den theoretischen Hintergrund bilden die Prinzipien der motivierenden Gesprächsführung von Miller und Rollnick. Das „MOVE“ Konzept will dazu beitragen, die Kommunikation über Konsumverhalten zwischen Kontaktpersonen und Jugendlichen zu verbessern und eine professionelle Gesprächshaltung zu stärken.

Herzlichen Dank an alle, vor und hinter den Kulissen, für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Ausgestaltung dieser Veranstaltung.

„Herausforderungen an die Integration junger Flüchtlinge und Migranten“

Der Titel dieser Fachtagung am 16. Juni 2017 setzte das Thema einer vor ca. zwei Jahren durchgeführten Zusammenkunft fort – nun mit der Erfahrung, nachdem das Zusammenleben zunehmend Alltag wird.

Über Herausforderungen an die Integration junger Flüchtlinge – Umgang mit Trauma, Folgestörungen und kultursensibler Umgang mit seelisch belasteten Migranten und Flüchtlingen sprach Heidrun Straube, Diplompsychologin, Psychotherapeutin(NL), und Dozentin im Projekt CALM – Counsel, Aid, Liaison for Migrants Sachsen, in Dresden Erfahrungen ihrer langjährigen Tätigkeit, ihr Blick auf das Kulturverständnis und Methoden ihrer Arbeit erweiterten Horizonte und bewegten zum Nachdenken in der Kommunikation mit diesem Personenkreis.

Einen anschaulichen Einblick über den Alltag in einer Jugendhilfeeinrichtung im Landkreis Bautzen, mit seinen vielfältigen Facetten in der Begleitung unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge vermittelte uns der Leiter dieser AWO- Jugendhilfeeinrichtung, Herr Enrico Kirschner. Getreu seinem Motto „nicht über, sondern miteinander zu reden“, brachte er einige seiner ihm anvertrauten Jugendlichen mit, die seinem Vortrag nicht nur interessiert lauschten, sondern auch seine geschilderten Beispiele wohlwollend kommentierten.

Drei Praxisbeispiele in der Arbeit mit jungen Gesetzesverstößern brachten uns Vertreter aus Chemnitz und Dresden nahe. Einen interessanten Blickwechsel erlebten (fast) alle, als der Trainer vom inpeos e.V. Chemnitz, Herr Abbas, in seiner Heimatsprache Inhalte eines sozialen Trainingskurses skizzierte.

Dank allen Teilnehmenden, die unsere Veranstaltung besuchten und mit ihren Beiträgen bereicherten.

Abschließend vielen Dank allen, die an der Vorbereitung und Ausgestaltung und zum Gelingen dieser Tagung ihren Anteil hatten.

Fachtagung 2015 zum Thema Asyl

Tagungsprogramm

  • 09:00 Uhr: Ankommen
  • 09:30 Uhr: Eröffnung & Grußworte
  • 09:45 Uhr: Vortrag zu rechtlichen Grundlagen von Birgit Broszeit, AGIUA e.V, Migrationssozial-und Jugendarbeit Chemnitz
  • 10:30 Uhr: Vortrag Kulturelle Besonderheiten in der Arbeit mit arabischen jungen Menschen von Ibrahim Mannaa
  • 11:00 Uhr: Pause und Imbiss
  • 11:30 Uhr: Vortrag Kulturelle Besonderheiten in der Arbeit mit jungen Menschen aus Osteuropa von Elena Thomalla, Jugendmigrationsdienst AWO Chemnitz
  • 12:00 Uhr: Erfahrungsbericht von Juliane Pfitzner, AGIUA e.V, Projekt CONJUMI Sozialer Trainingskurs für junge Migranten
  • 12:30 Uhr: Erfahrungsbericht von Jens Leschner, Koordinierungsstelle Bildung beim RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.
  • 12:40 Uhr: Musikalischer Beitrag von Fanny Bui und Anja Voigt
  • 12:50 Uhr: Erfahrungsbericht von Elena Thomalla, Jugendmigrationsdienst AWO Chemnitz
  • 13:00 Uhr: Pause
  • 13:30 Uhr: Podiumsdiskussion und Abschluss
  • 14:30 Uhr: Ende der Veranstaltung

„Fluch der Crystal(e)“

Tagungsprogramm

  • 09:30 Uhr: Eröffnung & Begrüßung
  • 09:45 Uhr: Vortrag Crystal – Wirkung und Auswirkung auf den Konsumenten von Dr.med. Roland Härtel-Petri, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • 10:45 Uhr: Kaffeepause
  • 11:00 Uhr: Vortrag Was brauchen C-Konsumenten? von Dipl. Päd. Katja Hilbig, Jugendsucht- und Drogenberatungsstelle Stadtmission Chemnitz e.V.
  • 11:45 Uhr: Vortrag Vor, Während und Nach der Therapie von Uwe Wicha, Geschäftsführer des Institut für Gesundheit und Bildung e.V.
  • 12:30 Uhr: Input Crystal aus Sicht der Polizei von PD Chemnitz
  • 12:45 Uhr: Input Crystal aus Sicht der Staatsanwaltschaft Chemnitz von Andreas Wittig, Staatsanwaltschaft Chemnitz
  • 13:00 Uhr: Mittagspause
  • 13:45 Uhr: Podiumsdiskussion mit den Referierenden
  • 14:30 Uhr: Abschluss und Zusammenfassung

,,Jugend-Täter-Opfer-Ausgleich „nette Plauderei“ oder nachhaltige Erziehungsmaßregel?“

Die Fachtagung fand am 20. April 2012 im Ständehaus zu Dresden statt.

  • Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe des Landesgerichtsbezirkes Chemnitz-Zwickau finden Sie hier.
  • Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe des Landesgerichtsbezirkes Leipzig finden Sie hier.
  • Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe des Landesgerichtsbezirkes Dresden finden Sie hier.
  • Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe des Landesgerichtsbezirkes Bautzen finden Sie hier.
  • Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe des Landesgerichtsbezirkes Görlitz finden Sie hier.

Etwa 60 Teilnehmer trafen sich am 11.und 12. September 2008 im „nh-Hotel“ Dresden, zum alle drei Jahre statt findenden Jugendgerichtstag.

,,Nur wer sich bewegt, bewegt was!? – Auf dem Weg zu einer neuen Qualität im Jugendstrafverfahren“

war das Thema, unter dem sich Mitwirkende aus unterschiedlichsten Professionen in verschiedenen Workshops trafen und aus mehreren Blickwinkeln Qualität in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stellten.

Begrüßt wurden die Interessierten bei der Eröffnung durch den Vorsitzenden unserer Landesgruppe, Vertretern der Staatsministerien für Justiz und Soziales sowie vom Leiter des Jugendamtes Dresden.

Der Problemaufriss dieser Tagung erfolgte durch Referate zu Fragen der Erfolgskontrolle, Evaluation, Selbstreflexion und der Entwicklung von Kompetenz im Jugendstrafrecht.

In den Arbeitsgruppen fanden alle eine Plattform, sich vertieft Fragestellungen über ,,Professionalität von Nähe und Distanz“, ,,Evaluation und Qualität“, ,,Selbstreflexion/Selbstcoaching“ und „Ergebnisorientierter Sozialarbeit“ zu widmen. Ergebnisse wurden in der Abschlussveranstaltung präsentiert.

Wir wissen, dass noch viel zu tun bleibt und packen es an.


Die Tagung wurde gleichzeitig genutzt, um die Mitgliederversammlung der Landesgruppe der DVJJ durchzuführen. Neben den zustimmenden Rechenschaftslegungen des Vorstandes wurde der Beschluss über eine neue Satzung gefasst, ein neuer Vorstand, Beirat und Kassenprüfer gewählt. Zum Vorsitzenden wurde erneut Axel Markgraf gewählt, dem wir viel Erfolg bei der Weiter­führung dieser wichtigen Aufgabe wünschen.

Ein Dankeschön gilt unserem gastgebenden Hotel, in dessen Ambiente eine hervorragende Tagungsatmosphäre herrschte.

Ganz herzlich danken wir im Namen aller Teilnehmer der Stadt Dresden und seinem Jugendamt, insbesondere den Mitarbeitern der Jugendgerichtshilfe, die mit viel Fleiß diese Tagung unterstützten und besonders die Abendveranstaltung, beginnend bei der Stadtrundfahrt mit dem „Lottchen“ bis zum tollen Essen, umrahmt von einer kulturellen Einlage der „Dualen Satire“ von der Herkuleskeule Dresden, zu einem unvergesslichen Ereignis werden ließen.

Das Resümee wurde durch die Vertreterin des Landesjugendamtes, Frau Birgit Heinisch, gezogen. Sie brachte zum Ausdruck, dass der 6. Sächsischen Jugendgerichtstag zur weiteren Professionalisierung ermutigt, die qualifizierte Mitwirkung im Strafverfahren fördert und zur Kooperation motiviert.