Datum der Veranstaltung:
30. September 2026
Veranstaltungsort:
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Domaschk-Hörsaal
August-Bebel-Straße 4
07743 Jena
Anmeldeschluss:
25/09/2026
Teilnahmegebühr:
10 € für Mitglieder der DVJJ | 20 € für Nichtmitglieder | 5 € für Studierende
Veranstaltungsnummer:
--
Die Anmeldung erfolgt direkt über die Landesgruppe Thüringen der DVJJ. Schreiben Sie dafür bis zum 25. September 2026 eine E-Mail an thueringen@dvjj.de.
Nach Eingang Ihrer Mail erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Sollte Ihnen die Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein, geben Sie bitte Bescheid.
Die Kinderdelinquenz beschäftigt – wieder einmal – die Öffentlichkeit. Anlass hierzu geben einzelne aufsehenerregende Taten von Kindern, einige Zahlen aus dem Hellfeld und eine in der Folge intensiver gewordene Debatte über eine mögliche Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters oder ein sog. Verantwortungsverfahren für Kinder. Wer bereits etwas länger im Jugendstrafrecht tätig ist, weiß zwar um die regelmäßige Wiederkehr dieser Debatten in den vergangenen Jahrzehnten. Gleichwohl entbindet diese Regelmäßigkeit des Wiederaufflammens nicht von der Aufgabe, die von den verschiedenen Lagern vorgetragenen Argumente immer wieder aufs Neue (selbst-)kritisch zu überprüfen. Dazu möchte der Thüringer Jugendgerichtstag einen Beitrag leisten und ein Forum bieten.
Die vier Vorträge lassen sich lose den drei im Untertitel der Tagung formulierten Leitfragen zuordnen:
Erstens: Was ist? Der Bestandsaufnahme für eine sachliche Diskussionsgrundlage zur Kinderdelinquenz dienen die Ausführungen von Bernd Holthusen zum Hellfeld und von Andreas Pöge zum Dunkelfeld. Für eine Kontextualisierung wird Jörg Fischer den Blick über das Jugendstrafrecht hinaus richten und einige Erkenntnisse zum Befinden junger Menschen aus dem aktuellen Kinder- und Jugendbericht der
Bundesregierung vorstellen.
Zweitens: Was geht? Bernd Holthusen wird in seinem Vortrag darlegen, welche jugendhilfe- und familienrechtlichen Reaktionsmöglichkeiten
auf die Delinquenz von Kindern es nach geltendem Recht bereits gibt.
Drittens: Was tun? Dieser Frage wird Sebastian Jende am Beispiel politisch radikalisierter Kinder nachgehen.
| Tagungsablauf | |
| ab 9:00 Uhr | Anmeldung |
| 10:00 Uhr | Begrüßung durch den Vorsitzenden der DVJJ-Landesgruppe Thüringen Prof. Dr. Florian Knauer, Friedrich-Schiller-Universität Jena |
| 10:15 Uhr | Kinderdelinquenz: Entwicklungen im Hellfeld, (fach-)politische Diskurse und die jugendhilfe- und familienrechtlichen Reaktionsmöglichkeiten Dipl.-Pol. Bernd Holthusen Deutsches Jugendinstitut, München |
| 11:15 Uhr | Kinder- und Jugenddelinquenz im Dunkelfeld – Erkenntnisse der Studie „Jugend in Brandenburg“ PD Dr. Andreas Pöge Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V., Universität Potsdam |
| 12:15-13:15 Uhr | Mittagspause |
| 13:15 Uhr | Wie geht es (ost-)deutschen Kindern? Erkenntnisse aus dem aktuellen Kinder-und Jugendbericht der Bundesregierung Prof. Dr. Jörg Fischer, Fachhochschule Erfurt |
| 14:00 Uhr | Jung & radikal – was tun? Sebastian Jende Drudel 11, Jena |
| 14:45 Uhr | Resümee und Abschluss der Veranstaltung Prof. Dr. Florian Knauer, Friedrich-Schiller-Universität Jena |
| im Anschluss | Mitgliederversammlung und Wahlen |
Zielgruppe
Im Jugendstrafrecht tätige Praktiker*innen aus den verschiedenen Berufsgruppen, Wissenschaftler*innen und Studierende aus den Bereichen Recht, Pädagogik und Soziale Arbeit sowie an alle am Jugendstrafrecht Interessierten
Die Anmeldung erfolgt direkt über die Landesgruppe Thüringen der DVJJ. Schreiben Sie dafür bis zum 25. September 2026 eine E-Mail an thueringen@dvjj.de.
Nach Eingang Ihrer Mail erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Sollte Ihnen die Teilnahme trotz Anmeldung nicht möglich sein, geben Sie bitte Bescheid.



