Datum der Veranstaltung:
24. April 2026
Veranstaltungsort:
Campus Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich
Anmeldeschluss:
16/04/2026
Teilnahmegebühr:
100 CHF
Veranstaltungsnummer:
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Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine gemeinsame Veranstaltung der ZHAW Soziale Arbeit, der Hochschule München, der Hochschule Campus Wien sowie INUAS. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zu Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.
Der Ruf nach harten Strafen gerade auch im Umgang mit jugendlichen Straftätern wird länderübergreifend immer lauter. Die Tagung soll Anlass sein, über diesen Trend zu sprechen und Raum für den Austausch über wirksamere Alternativen zu bieten.
Die Fachtagung widmet sich der Frage, wie vor dem Hintergrund zunehmender Punitivitätsdiskurse und dem Ruf nach harten Strafen in der Gesellschaft tragfähige Alternativen zu Jugendstrafen weiterentwickelt und gestärkt werden können. Aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten, etwa zur Herabsetzung der Strafmündigkeit, zur Erhöhung von Strafmassen oder zur geschlossenen Unterbringung, bilden dabei einen Ausgangspunkt.
Ziel der Tagung ist es, Fachpersonen aus drei Ländern zusammenzubringen und einen länderübergreifenden Austausch über bestehende und potenzielle Alternativen im Umgang mit Jugendkriminalität zu ermöglichen. Im Fokus stehen dabei nicht nur bewährte Ansätze und deren Entwicklungspotenziale, sondern ebenso neue Konzepte und Ideen. Die Tagung möchte gezielt Impulse zur Weiterentwicklung von Alternativen setzen. Dabei wird diskutiert, an welchen Punkten des Jugendstrafrechts und der Intervention konkret anzusetzen ist. Dazu sollen auch die rechtlichen, institutionellen und fachlichen Grundlagen thematisiert werden, die für eine nachhaltige Implementierung von Alternativen erforderlich sind. Durch den internationalen Vergleich sollen Länderspezifika im Umgang mit Jugendkriminalität sichtbar gemacht werden. Dies ermöglicht ein vertieftes Verständnis unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen und professioneller Handlungskulturen.
Die Tagung richtet sich primär an Praktiker*innen aus den Bereichen Jugendstrafverfolgung und Intervention, aber ebenso an Wissenschaftler*innen aus diesem Themenfeld sowie sonstige am Thema interessierte Personen. Übergeordnetes Ziel ist es, Praktiken zu Alternativen zu Jugendstrafen kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam das Handlungsfeld weiterzuentwickeln.


