Datum der Veranstaltung:
15. März bis 17. März 2027
Veranstaltungsort:
Stiftung Akademie Waldschlösschen, Waldschlößchen 1, 37130 Gleichen-Reinhausen (bei Göttingen)
Anmeldeschluss:
11/01/2027
Teilnahmegebühr:
545 € (ermäßigt) | 595 € (regulär) jeweils inkl. Übernachtung im Einzelzimmer und Vollverpflegung
Veranstaltungsnummer:
V 27/04
Die dreitägige Basisqualifizierung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ambulanten Sozialpädagogischen Angebote (BAG ASA) vermittelt grundlegende fachliche, rechtliche und methodische Kompetenzen für die Entwicklung und Durchführung ambulanter, sozialpädagogischer Angebote im Kontext des Jugendstrafrechts.
Im Mittelpunkt stehen die Einordnung ambulanter Angebote im Sanktionensystem des Jugendgerichtsgesetzes, das grundlegende Verständnis von Jugenddelinquenz sowie die Entwicklung einer reflektierten professionellen Haltung im Spannungsfeld zwischen Erziehungsgedanke und Zwangskontext.
Der Fokus liegt auf Anamnese, Fallverstehen und Steuerungsansätzen wie Case Management und dem Risk-Need-Responsivity-Modell (RNR). Anhand konkreter Praxisbeispiele werden Handlungsstrategien, Fallverständnis und passgenaue Angebote und Methoden im gemeinsamen Austausch vertieft.
Der Abschluss bündelt methodische Zugänge zentraler ambulanter Angebote (u.a. Betreuungsweisungen und soziale Trainingskurse) und reflektiert Kooperationsanforderungen im Hilfesystem.
Das Seminar verbindet Input, interaktive Übungen und fallbezogene Arbeit und zielt auf die Stärkung von Handlungssicherheit, Reflexionsfähigkeit und Angebotsgestaltung ab.
An beiden Abenden besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Essen und informellen Austausch.
Zeitliche Gliederung
15.03.2027, 13:00 – 18:00 Uhr, Modul: Struktur, Haltung und Kooperation
- Kennenlernen
- Einführung und Einordnung der ambulanten sozialpädagogischen Angebote im Jugendstrafrecht
- Kooperation und Rolle im Hilfesystem
- Reflexion professioneller Haltung
- Grundlagen zu Jugenddelinquenz und Zielgruppen
16.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, Modul: Anamnese und Fallverstehen
- Grundlagen der Anamnese und kriminogenen Risikofaktoren
- Einführung in Case Management und dem Risk-Need-Responsivity-Modell (RNR)
- Vorstellung betreuungsintensiver Weisungen (z. B. STK, BTW)
16.03.2027, 13:00 – 18:00 Uhr, Modul: Fallarbeit und Angebotsentwicklung
- Arbeit mit Fallvignetten, Ausgestaltung bedarfsorientierter ambulanter Angebote
- Reflexion und Austausc
17.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, Modul: Methoden, Umsetzung und Transfer
- Vertiefung zentraler Angebote Methodenarbeit in ambulanten Settings
- Ausblick auf weiterführende Ansätze
- Abschluss und Transfer
Zielgruppe
Mitarbeitende von freien oder öffentlichen Trägern, die im Bereich der ambulanten, sozialpädagogischen Angebote im Jugendstrafverfahren tätig sind
Referierende
Sebastian Las Casas dos Santos, Soz. Arb. BA., Case Manager (DGCC), ASATⓇ, Arbeiterwohlfahrt für die Region Osnabrück e.V.
Marcus König, Dipl. Sozialpädagoge (BA), Mediator (FH), Case Manager (DGCC), Diakonisches Beratungszentrum Vogtland gGmbH
Lena Rudel, Soz. Arb. BA., LOTSE Kinder- und Jugendhilfe gGmbH München
Florian Gromoll, Soz. Arb. BA., Medienpädagoge, KJV e.V. Wildau
Organisatorisches
Ihre Teilnahmebescheinigung erhalten Sie zeitnah nach der Tagung per Mail. Unsere Stornierungsbedingungen, Voraussetzungen für die Gewährung der ermäßigten Teilnahmegebühr und FAQs für unsere Veranstaltungen finden Sie hier.



