Datum der Veranstaltung:
27. bis 28. Januar 2027
Veranstaltungsort:
Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstr. 64, 90402 Nürnberg
Anmeldeschluss:
30/11/2026
Teilnahmegebühr:
355 € (ermäßigt) | 385 € (regulär) jeweils inkl. Übernachtung im Einzelzimmer und Vollverpflegung
Veranstaltungsnummer:
V 27/38
Viele Straftaten verletzen nicht nur geltendes Recht, sondern häufig auch Menschen und deren Beziehungen. Die Mediation im Strafverfahren ist seit 1990 als Täter-Opfer-Ausgleich im JGG verankert. Dieses mediative Verfahren bietet die Möglichkeit, die durch eine Straftat entstandenen Konflikte und Folgen außerhalb des formellen Strafverfahrens zu bearbeiten. Im Mittelpunkt steht ein kommunikativer Prozess, der den hinter der Straftat stehenden Konflikt aus der jeweiligen Perspektive betrachtet. Dieser bietet Raum für die individuellen Bedürfnisse der Beteiligten, die eigenverantwortliche Suche nach Lösungen und ermöglicht Wiedergutmachung und Verständigung.
Die zweitägige Fortbildung vermittelt eine praxisnahe Einführung in die Grundlagen von Restorative Justice und der Mediation im Strafverfahren. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Arbeitsweise von TOA-Fachstellen sowie die besonderen Chancen und Herausforderungen der Konfliktvermittlung im strafrechtlichen Kontext.
Darüber hinaus werden grundlegende Kenntnisse der Mediation und Konfliktbearbeitung vermittelt. Anhand von Fallbeispielen, praktischen Übungen und Reflexionen lernen die Teilnehmenden Konfliktdynamiken besser zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und Methoden der wertschätzenden Gesprächsführung kennen. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für die Vermittlung eines Täter-Opfer-Ausgleichs zu erkennen und Impulse für den professionellen Umgang mit Konflikten im eigenen Arbeitsfeld mitzunehmen.
Inhalte
Theoretischer Hintergrund und Grundprinzipien von Restorative Justice | Gesetzliche Grundlagen des Täter-Opfer-Ausgleichs nach dem JGG |Eignungskriterien und Verfahrensabläufe des Täter-Opfer-Ausgleichs | Konflikte und Dynamiken sowie deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen | Phasen der Mediation und mögliche Methoden | Perspektiven und Bedürfnisse von Tatbetroffenen und Tatverantwortlichen | Anknüpfungspunkte und Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit
Methoden
Die Fortbildung verbindet fachliche Inputs mit Fallarbeit, Austausch, Reflexion und praxisnahen Übungen. Die Teilnehmenden lernen Methoden der Konfliktanalyse und -vermittlung kennen und probieren diese direkt in praxisnahen Gesprächssituationen aus.
Zielgruppe
Fachkräfte der Jugendhilfe, Bewährungshilfe, Opferhilfe sowie sonstige Akteur*innen aus den Feldern der Sozialen Arbeit, Justiz und Polizei
Referierende
Michael Hörmann, Sozialpädagoge, Sozialkompetenztrainer, Mediator, Anti–Gewalt–Trainer, Fachberater für Konflikthilfe, Deeskalationstrainer, Systemischer Berater
Jasmina Wiehe, Sozialpädagogin, Sozialkompetenztrainerin, Mediatorin, Fachberaterin für Konflikthilfe, Systemische Beraterin, Systemische Supervisorin
Termin
27. Januar 2027, 10:00 bis 17:00 Uhr
28. Januar 2027, 09:00 bis 16:30 Uhr
Organisatorisches
Ihre Teilnahmebescheinigung erhalten Sie zeitnah nach der Tagung per Mail. Unsere Stornierungsbedingungen, Voraussetzungen für die Gewährung der ermäßigten Teilnahmegebühr und FAQs für unsere Veranstaltungen finden Sie hier.



